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Rinne dementiert: Keine Zusage gegeben / Übergangslösung mit Selensky und Günzel gefunden

Hollywood in Halvestorf: Und der Trainer ist?

Fußball. Trainer-Chaos am Piepenbusch. Milan Rukavina weg, Thorsten Rinne nie wirklich da – und plötzlich steht gar keiner auf der Kommandobrücke. Hollywood in Halvestorf. Fakt ist: Schon mit der vielleicht voreiligen Entlassung des Kroaten hatte sich der SSG-Vorstand um Wilfried Binder ein Eigentor geschossen, denn der Mannschaftsrat um Kapitän Josef Selensky wurde bei dieser schwerwiegenden Entscheidung übergangen. Ein Unding. Dementsprechend groß ist die Verärgerung im Spielerkreis, sogar von einer Palastrevolution war die Rede.

veröffentlicht am 03.03.2011 um 18:07 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:41 Uhr

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Fußball. Trainer-Chaos am Piepenbusch. Milan Rukavina weg, Thorsten Rinne nie wirklich da – und plötzlich steht gar keiner auf der Kommandobrücke. Hollywood in Halvestorf. Fakt ist: Schon mit der vielleicht voreiligen Entlassung des Kroaten hatte sich der SSG-Vorstand um Wilfried Binder ein Eigentor geschossen, denn der Mannschaftsrat um Kapitän Josef Selensky wurde bei dieser schwerwiegenden Entscheidung übergangen. Ein Unding. Dementsprechend groß ist die Verärgerung im Spielerkreis, sogar von einer Palastrevolution war die Rede. Dem Eigentor folgte dann auch noch das große Missverständnis im Fall von Thorsten Rinne. „Es hat lediglich zwei lockere Telefongespräche gegeben. Ich habe weder mit Halvestorf ernsthaft verhandelt noch meine Zusage gegeben. Es hat mich deshalb sehr gewundert, dass ich schon als neuer Trainer gehandelt wurde“, stellte der angebliche Rukavina-Nachfolger klar. Der 49-Jährige hat nach eigenem Bekunden andere Pläne.

Auch Michael Söchting, der am Piepenbusch ebenfalls auf der Wunschliste stand, hat den Halvestorfern schnell eine Absage erteilt. Der ehemalige Coach des HSC BW Tündern und von Eintracht Afferde wird den freien Platz auf der Trainerbank in Hope nicht übernehmen.

Nachdem der Schnellschuss mit Thorsten Rinne eher zu einem Rohrkrepierer wurde, hat nun Jugend-Koordinator Frank Nowak das Heft beim Landesligisten in die Hand genommen. Eine erneut voreilige Aktion hat er ausgeschlossen: „Wir werden nichts über das Knie brechen, denn wir brauchen keinen Feuerwehrmann.“ Nowak schaut in die Zukunft: „Wir peilen eine langfristige Lösung an.“ Für wichtige Gespräche sind bereits Termine vereinbart, doch wann und wo sich die Vereinsvertreter und die Kandidaten an einen Tisch setzen, hielt Nowak unter dem Deckel. „Bevor keine endgültige Entscheidung gefallen und alles wasserdicht ist, werden wir bestimmt keine Informationen mehr nach außen geben“, lautete gestern seine klare Aussage. Das Eigentor mit Thorsten Rinne hat ihm gereicht.

Thorsten Rinne

Fest steht, dass man für das am Sonntag um 15 Uhr stattfindende Heimspiel gegen Germania Grasdorf bei der SSG noch keinen neuen Trainer aus dem Hut zaubern wird. Eine Übergangslösung hat Nowak für das Wochenende aber schon parat. Ein Interimsduo soll den durch die Heimpleite gegen den ASC Nienburg mächtig aus der Spur geratenen SSG-Karren am Sonntag (15 Uhr) wieder anschieben und zurück auf den richtigen Weg hinaus aus dem Tabellenkeller bringen. Mit Kapitän Josef Selensky und Matthias Günzel, der gegen Grasdorf und eine Woche später in Pattensen noch seine Rotsperre abbrummen muss, übernehmen für die wichtige Partie zwei Spieler die Verantwortung. Die haben gestern auch schon das Training beim Tabellenvorletzten der Landesliga geleitet.

Auf die lange Bank soll die Trainerfrage in Halvestorf aber auf gar keinen Fall geschoben werden. Spätestens am 13. März soll vor der wichtigen Auswärtspartie beim TSV Pattensen der neue Trainer aus dem Hut gezaubert und der Mannschaft präsentiert werden.



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