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Bei einer Niederlage in Holzhausen steckt auch die Mende-Elf mittendrin im Abstiegskampf

Höchste Eisenbahn für die Eintracht-Frauen

Was ist bloß bei den Fußball-Frauen los – droht hier am Saisonende mit einer Abstiegsserie etwa der Super-GAU? Sieht so aus, denn beim Blick auf die Tabelle kommen einem fast die Tränen. Ob Oberliga oder Landesliga, die Eliteteams aus dem Kreis gehen am Stock. Frust statt Lust ist Trumpf, und in Hastenbeck, Holzhausen und Diedersen macht sich das Abstiegsgespenst immer breiter. Nur ein Klub stemmt sich im Moment noch erfolgreich gegen den bitteren Absturz in den Keller: Eintracht Hameln.

veröffentlicht am 02.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Die Elf von Trainer Markus Mende rangiert mit neun Punkten als Achter im gefühlt grünen Bereich der Landesliga. Trotzdem wird es für die ESV-Frauen nun höchste Eisenbahn, die Weichen für entspanntere Zeiten zu stellen. „Wir dürfen natürlich nicht bei Inter Holzhausen verlieren, denn sonst stecken auch wir mittendrin im Abstiegskampf“, ist das Kreisderby am Sonntag (11 Uhr) für Mende schon ein Schlüsselspiel.

Der Dauerbrenner auf der Eintracht-Bank (schon elf Jahre im Dienst) ist heilfroh, dass sein Kader keine großen Lücken durch Verletzungen aufweist. Von derart paradiesischen Personalzuständen können seine beiden Trainer-Konkurrenten Matthias Koch (Inter) und Alexander Stamm (Diedersen) derzeit allerdings nur träumen. Ihnen bleibt nur die Improvisation. So muss „Sir Alex“ auch am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den FFC Hannover wieder kräftig in seine Wundertüte greifen. Doch es gibt auch einen Lichtblick: Miriam Helms kehrt in die Mannschaft zurück. Eine Etage höher in der Oberliga bekommt Schlusslicht SV Hastenbeck zwar immer gute Noten für seinen leidenschaftlichen Einsatz, die Punktausbeute hält sich aber hartnäckig in Grenzen.

Auch am Sonntag (13 Uhr) beim Tabellenfünften Schamerloh droht Kapitänin Ines Woltemate und Co. wieder Ungemach. Nur irgendwann muss der Knoten mal platzen, sonst ist das Hastenbecker Abonnement auf Niedersachsenebene bald abgelaufen und der Kreis Hameln-Pyrmont würde ein echtes Aushängeschild verlieren. So weit ist es zwar noch nicht, die Misere im heimischen Frauen-Fußball aber unverkennbar.

Aber was sind die Gründe? „Es gibt im Kreisgebiet vier höherklassige Klubs, das im Moment vorhandene Spielermaterial reicht dafür aber nicht aus. Deshalb wird es im Kader bei Verletzungen auch schnell eng“, meint Markus Mende. Der Eintracht-Coach blickt derweil schon über den eigenen Tellerrand hinaus und sieht sich auch als Visionär: „Vielleicht sollten sich die Vereine mal zusammensetzen und versuchen, den Frauenfußball zu bündeln und damit auch zu stabilisieren?“



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