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Handball-Nachwuchskeeper Yannick Rüter trifft Fußballer Moritz Muschik zum Torwart-Gipfel

Hey Jungs, wie wär’s mit einem Rollentausch?

veröffentlicht am 31.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 10:41 Uhr

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Autor:

Jana Heinzelmann

Ob kleine Hütte oder große Hütte, ob Handball oder Fußball – als Torhüter muss man schon eine richtige Macke haben, behauptet der Volksmund. Aber stimmt das wirklich, und wie sieht es mit einem Rollentausch auf dem Posten zwischen den Pfosten aus? Zwei, die es eigentlich wissen müssen, sind die Nachwuchskeeper Yannick Rüter (16) vom Jugend-Oberligisten VfL Hameln und Moritz Muschik (16) vom Junioren-Bezirksligisten Eintracht Afferde. Sie stellen beim Torwart-Gipfel ihre „Jobs“ einmal vor. Aber sind die wirklich so unterschiedlich, agiert der letzte Mann beim Handball anders als im Fußball? „Irgendwie schon, aber man kann auch unsere Aufgaben nicht wirklich miteinander vergleichen“, meint das Duo.

Nur eines steht fest: Wesentlich schneller reagieren muss ein Handball-Torwart, auch wenn sein Kasten mit drei Meter mal zwei Meter erheblich kleiner ist. Dafür fliegen ihm die Bälle aus allernächster Nähe mit einer wesentlich höheren Geschwindigkeit um die Ohren. Und das ist gewiss nicht ungefährlich. „Aber davor darf ein Keeper keine Angst haben, sonst ist er fehl am Platz“, macht Yannick Rüter seine Position deutlich.

Sollte ein Fußballtorhüter deshalb ein sorgenfreieres Leben vor der Linie haben? „Ich denke, man kann nicht so einfach sagen, welcher Sport nun gefährlicher ist. Das Risiko, dass etwas passiert, ist in beiden Sportarten doch sehr groß“, meint Moritz Muschik. Er weiß, wovon er spricht, denn auch er musste schon oft im Nahkampf Kopf und Kragen riskieren, um einen Treffer zu verhindern.

Und sein Reich ist schließlich doppelt so groß und dementsprechend auch viel schwerer zu verteidigen. Ein Fußballtor ist immerhin 7,32 Meter breit und 2,44 Meter hoch. „Außerdem ist es nicht immer einfach abzuschätzen, wo der Ball tatsächlich landet“, meint der Afferder Schlussmann, bestreitet aber nicht, dass Kollege Yannick Rüter wesentlich öfter im Brennpunkt steht. Denn beim Handball gilt: Atempausen verboten. Auf dem engen Spielfeld geht es Schlag auf Schlag. „Ich habe eigentlich immer etwas zu tun. Da darf man nicht schlafen und unkonzentriert sein“, ist der VfL-Keeper deshalb auch stets hellwach.

Ohne Übersicht und ein paar schnelle Reflexe geht aber auch bei Fußballer Moritz Muschik nichts, sonst ist der Ball auch hier ganz schnell im Netz. Und genau das soll schließlich nicht passieren. Doch wirklich mit dem anderen tauschen möchte eigentlich keiner von beiden. „Vielleicht mal für einen Tag, aber wir wollen schon da bleiben, wo wir jetzt sind. Hier fühlen wir uns wohl und hier macht es uns Spaß“, sind sich die beiden Hamelner Gymnasiasten einig.

Auch wie die Vorbereitung auf ein Punktspiel auszusehen hat. Erst warmlaufen und dehnen – und dann kommt der Ball dazu. Nicht umgekehrt, sonst ist auch ein Torhüter schnell verletzt. Egal, welche Hütte er bewachen soll.

Kleiner Ball, großer Ball: Moritz Muschik (links) von Eintracht Afferde und Yannick Rüter vom VfL Hameln sind beides Torhüter. Doch der Fußballer möchte mit dem Handballer nicht tauschen.

Foto: nls



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