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Fußball-Landesliga: Das sagt der Kapitän zur Krise bei der Spielvereinigung

Herr Pape, steigt Pyrmont ab?

BAD PYRMONT. „Herr Pape, steigt Bad Pyrmont ab?“ Auf die Frage reagierte Pyrmonts Mannschaftskapitän prompt: „Nein, wir werden den Klassenerhalt schaffen.“ Doch der Abwehr-Chef machte auch gleich klar, dass sich etwas ändern muss: „Auf jeden Fall müssen wir uns in den nächsten Spielen einfach cleverer anstellen.“

veröffentlicht am 07.11.2017 um 16:39 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Denn genau von dieser in der Landesliga unbedingt nötigen Cleverness war bei der 0:5-Pleite in Burgdorf überhaupt nichts zu spüren. „Das war ein rabenschwarzer Tag“, gab Gerrit Pape zu.

Wenn das Wetter mitspielt, wird die Mannschaft von Trainer David Odonkor bis zur Winterpause noch viermal das Trikot überstreifen. Und dann sind Punkte gefragt, wenn die Spielvereinigung nicht auf dem derzeit aktuellen Abstiegsplatz überwintern will. „Fünf mindestens, sechs Punkte wären besser“, gibt Pape als Ziel bis zur Winterpause aus. Doch er weiß auch, dass es nicht einfach wird. „Das sind alles Gegner, die man sich in unserer derzeitigen Situation nicht unbedingt wünschen muss.“ Steimbke und Ramlingen-Ehlershausen kommen an die Südstraße, auswärts geht es nach Bückeburg und Heessel.

Deshalb erinnert sich der Abwehrhüne an die guten Spiele, die er mit seinen Jungs schon abgeliefert hat. Vor allem an den Heimsieg gegen den HSC Hannover und auch an das 0:2 in Ramlingen: „Da haben wir trotz der Niederlage richtig guten Fußball gespielt.“ Nur daran konnten die Kicker aus der Kurstadt nicht anknüpfen. Für den Kapitän zwar ärgerlich, aber auch nicht ohne Grund. Denn Coach Odonkor hat nach 13 Spielen immer noch keine passende Stammformation gefunden. „Er musste immer wieder umstellen“, klärte der Chef der Innenverteidigung auf. So fallen momentan mit Dominik Meyer (Knöchelverletzung) und Roland Stuckenberg (Nasenbeinbruch) erneut zwei wichtige Akteure in der Defensive aus. Und Alexander Baal, die Seele des Spiels im Mittelfeld, war nicht nur zwei Wochen krank, der Ex-Jeddeloher musste wegen Schichtarbeit immer mal wieder passen. „Deshalb kann man dem Trainer keinen Vorwurf machen. Seine Mannschaft stellt sich ja fast immer von alleine auf“, machte der Kapitän deutlich. „Wir vertrauen ihm und drehen nicht durch.“ Dass also kurz vor der Adventszeit an der Südstraße bereits der Baum brennt, ist für den Kapitän kein Thema: „Wir bleiben ruhig.“ Und Pyrmonts Dauerbrenner – bereits im Sommer 2010 wechselte Pape von den Lügder „Eichen“ an die Südstraße – klärte auch gleich mal darüber auf, dass er und einige seiner Teamkollegen schon vor dem ersten Anpfiff nicht an einen Platz in der oberen Tabellenregion geglaubt haben, den Ex-Sportchef Dominic Palmer als Ziel ausgegeben hatte: „Das war uns von Beginn an klar, dass wir oben nicht mitspielen können.“

Mit hängenden Köpfen stehen Pyrmonts Spieler momentan im Regen. Foto: nls
  • Mit hängenden Köpfen stehen Pyrmonts Spieler momentan im Regen. Foto: nls

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