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Hemeringens Trainer über Stärken und Ziele des VfB

Herr Klotz, wie fühlt man sich als Tabellenführer?

Fußball. Kling Glöckchen, klingelingeling! In Hemeringen ist diesmal schon mitten im Sommer Weihnachten. Alle strahlen um die Wette und freuen sich wie die Schneekönige über den überraschenden Sprung an die Tabellenspitze der Kreisliga. Wird aber auch jeder verstehen, denn der VfB war so oft Spitzenreiter wie Udo Lindenberg Bundeskanzler. Eben nie. Meist dümpelte die Mannschaft von Trainer Thilo Klotz (44) irgendwo im Niemandsland der 8. Liga herum oder kämpfte gegen den Abstieg. Höhenluft schnupperten durften immer nur die anderen. Doch die Zeiten ändern sich auch im Kreisoberhaus. Sportredakteur Roland Giehr befragte Trainer Klotz zur aktuellen Situation.

veröffentlicht am 11.08.2010 um 18:42 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:21 Uhr

Thilo Klotz, wie fühlt man sich denn so als Tabellenführer?

Ehrlich gesagt, ich habe diese Situation nach dem 8:1 gegen Grohnde erst gar nicht so richtig mitbekommen. Dafür natürlich andere, die sich riesig über diese Premiere gefreut haben. Für die Mannschaft und für mich ist die Tabellenführung aber nur eine wunderschöne Momentaufnahme.Wichtig für den VfB waren in erster Linie die sechs Punkte aus den ersten beiden Spielen. Wenn es aber so weitergeht, ist bei uns bestimmt keiner böse.

Sie erwarten nun bereits am Freitag Germania Hagen. Heißt der Tabellenführer danach auch noch VfB Hemeringen?

Das werden wir dann sehen. Meine Mannschaft ist gut drauf, also warum sollen wir nicht auch gegen Hagen gewinnen. Aber ich wäre auch schon mit einem Punkt zufrieden, denn die Germanen sind ein ganz anderes Kaliber als Emmerthal und Grohnde.

Die Partie gegen Hagen ist wieder ein Wochentagsspiel. Sie gelten ohnehin als Gegner solcher Ansetzungen, wie sehen Sie denn die Entwicklung in der Kreisliga mit immer mehr gesplitteten Spieltagen?

Nicht nur ich, auch viele andere Trainer finden das unmöglich. Wir sind schließlich keine Profis und stehen alle im Berufsleben. Da kann eigentlich keiner andauernd sagen: Chef, ich mach mal wieder früher Feierabend, weil ich Fußball spielen muss. Die Situation beim VfB ist aber noch prekärer. Von meinen 19 Spielern sind 13 Studenten. Da kann ich während der Woche nur mit einer Rumpftruppe auflaufen. Niederlagen sind so vorprogrammiert. Unser Glück ist aber, dass im Moment Semesterferien sind und ich somit einen vollen Kader habe..

Wo sehen Sie die Stärken Ihrer Elf, und was muss noch verbessert werden?

In erster Linie ist das die mannschaftliche Geschlossenheit. Aber vor allem im Mittelfeld haben wir mit Spielern wie Roman Bendereit und Eugen Fabrizius eine enorme Qualität. Durch Neuzugang Johannes Aprojanz hat sich unsere Abwehr enorm stabilisiert, und mit Iwan Pede haben wir zudem unser nerviges Torwartproblem endlich gelöst. Uns fehlt allerdings vorne im Angriff noch ein echter Knipser. Große Hoffnungen setzte ich hier in Mohamed Safwan, der demnächst sein Debüt feiern wird.

Apropos Bendereit, wie ist seine Leistungsexplosion zu erklären?

Roman hat auch schon in der Vorsaison tolle Leistungen gebracht, nur fehlte ihm im Abschluss das Glück. Das ist jetzt anders, wie seine sechs Treffer beweisen. Und das werden bestimmt nicht die letzten Tore gewesen sein.

Sie haben eine ganz junge Mannschaft, was ist in Zukunft von ihr noch zu erwarten?

Wir wollen uns auf Sicht in der Kreisligaspitze etablieren. Das ist auch realistisch. Und wenn dann noch mehr geht, etwa die Meisterschaft, nehmen wir die auch mit.

Thilo auf der Tonne: Hemeringens Trainer Klotz bevorzugt bei seiner Spielbeobachtung auch ganz gerne mal eine ungewöhnliche Sitzgelegenheit.

Foto: nls



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