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Nettelredes Coach spricht über die Situation beim Schlusslicht der Fußball-Kreisliga

Herr Hollmann, haben Sie noch Hoffnung?

Fußball (jab). Kreisliga-Schlusslicht TSV Nettelrede galt schon vor der Saisonbeginn als Absteiger Nummer eins. Die Grönjer, die nach 15 Spielen nur sechs Punkte auf dem Konto haben, haben die Erwartungen bislang erfüllt. Im Interview erklärt Trainer Dirk Hollmann, warum er die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat.

veröffentlicht am 10.02.2011 um 09:50 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 00:41 Uhr

Herr Hollmann, wie fällt Ihr Fazit der Hinrunde aus?

Von der Punktausbeute her bescheiden. Sechs Zähler sind eindeutig zu wenig. Was mir Hoffnung macht: Das rettende Ufer ist noch in Sicht. Mit ein, zwei Siegen ist man schnell auf einem Nichtabstiegsplatz.

Zwei Siege hat der TSV in der ganzen Hinrunde nicht geschafft ...

... dennoch bin ich mit dem Auftreten der Mannschaft im Großen und Ganzen zufrieden. Man darf nicht vergessen: Wir hatten vor der Saison zehn Abgänge und elf Zugänge. Das musste sich erst einspielen. Dann hatten wir gleich zu Saisonbeginn schwere Gegner und auch viel Pech.

Es heißt ja, Glück müsse man sich erarbeiten – arbeitet Ihre Mannschaft also zu wenig?

Nein, die hält trotz der sportlichen Misere zur Stange. Ein Beispiel: Wir fangen am 12. Februar mit dem Training an. Die Spieler haben mich aber vor einigen Wochen schon angerufen und gefragt, ob sie in der Halle trainieren dürfen. Natürlich ist man immer auch selbst schuld. Wir haben viele Fehler gemacht und viele Chancen ausgelassen. Aber so eine Aneinanderreihung von unglücklichen Umständen habe ich als Fußballer noch nicht erlebt. Die Fehler haben wir zum Ende der Hinrunde zum Glück abgestellt.

Wer hat sie bislang positiv überrascht in der Hinrunde?

Besonders die beiden Zugänge aus Hachmühlen, Sven Böttcher und Andreas Wicher, die sich auf Anhieb in die Mannschaft gespielt haben, obwohl sie zwei Klassen übersprungen haben.

Und was hat sie enttäuscht?

Dass wir aus unseren Möglichkeiten zu wenig Punkte gemacht haben. Wir hätten locker zehn bis zwölf Punkte mehr auf dem Konto haben können, dann wären wir jetzt da, wo wir hingehören.

Haben Sie sich in der Winterpause verstärkt?

Ja, Alen Coric kehrt aus Leveste zurück. Damit haben wir endlich einen Torwart, der regelmäßig trainieren kann. Die drei Altherrenkeeper haben ihre Sache gut gemacht, konnten aber kaum trainieren. Richtig einspielen konnte sich die Abwehr so nicht. Das trug auch ein bisschen zur fehlenden Sicherheit bei.

Nettelrede ist Ihre erste Trainerstation – wie war das erste halbe Jahr?

Es hängt ein Batzen Arbeit dran, den man als Spieler so gar nicht sieht. Ich musste viel telefonieren, besonders vor der Saison, als es darum ging, Spieler zu finden. Aber ich habe die Entscheidung nicht bereut, es macht Spaß.

Machen Sie also über die Saison hinaus weiter?

Ich wäre bereit, denn es macht riesig Spaß, mit den Jungs zu arbeiten.



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