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Fußball: Im Derby gegen Bad Pyrmont steht für Tündern der Oberliga-Aufstieg auf dem Spiel

„Hauptsache gewinnen, egal wie!“

BEZIRK HANNOVER. Mehr Brisanz geht nicht: Im Landesliga-Derby gegen die SpVgg. Bad Pyrmont steht für Tabellenführer HSC Blau-Weiß Tündern der Oberliga-Aufstieg auf dem Spiel.

veröffentlicht am 23.05.2019 um 15:43 Uhr

Szene aus dem Hinspiel: Pyrmonts Keeper Alexander Deppe versucht Tünderns Torjäger Lukas Kramer am Torschuss zu hindern. Foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Versalzt ausgerechnet die SpVgg. Bad Pyrmont dem HSC Blau-Weiß Schwalbe Tündern die Meistersuppe? Das Flutlicht-Derby am Freitag (20 Uhr) im Stadion an der Südstraße hat es auf jeden Fall in sich, denn für Tündern stehen im direkten Duell der beiden Klubs der mögliche Titelgewinn und der Aufstieg in die Oberliga auf dem Spiel. Angst und bange ist Tünderns Teammanager Manfred Lentge aber nicht: „Schließlich haben wir als Tabellenführer noch kein Spiel verloren“, sagt Lentge mit einem Augenzwinkern und lacht. Die Tünderaner wirken total entspannt, zumindest bis zum Anpfiff. Denn das Pyrmont-Spiel könnte, was die noch völlig offene Meisterfrage angeht, am Ende durchaus das Zünglein an der Waage sein. Das weiß auch Lentge: „Wenn wir in Pyrmont gewinnen sollten, könnte das schon fast die Vorentscheidung sein. Dann hätten wir am letzten Spieltag die Riesenchance, zu Hause aus eigener Kraft die Meisterschaft perfekt machen.“

Geht dem SC Hemmingen im Titelkampf die Luft aus?

Für die Elf von Tünderns Trainer Siegfried Motzner hat das Derby „Endspielcharakter“, so Lentge. Denn zwei Spieltage vor Saisonschluss sind die Schwalben (58 Pkt.) Tabellenführer und haben im Titelzweikampf nur einen Punkt Vorsprung auf den SC Hemmingen-Westerfeld (57), der auf der Zielgeraden den fast schon sicher geglaubten Oberliga-Aufstieg noch aus der Hand zu geben droht. Erst das 0:1 zu Hause gegen Pattensen, dann das 1:3 in Sulingen: Den Hemmingern, die zwischenzeitlich mit fünf Punkten Vorsprung schon klar auf Titelkurs waren, scheint nach zwei Niederlagen in Folge im Endspurt die Luft auszugehen: „Wenn wir es am Ende nicht schaffen, dann lag es nicht am heutigen Spiel, sondern eher am Unentschieden in Almstedt (0:0; d. Red.) oder dem 0:1 gegen Pattensen. Heute haben wir gegen einen brutal starken Gegner verloren“, sagte Hemmingens Trainer Semir Zan nach der 1:3-Niederlage am vergangenen Spieltag in Sulingen, die dem SC die Tabellenführung kostete, weil Tündern zuvor sein Heimspiel gegen den Heeßeler SV mit 4:1 gewonnen hatte. Den Kampf um die Meisterschaft hat Hemmingens Coach aber noch nicht aufgegeben: „Wir werden nicht aufstecken und die restlichen zwei Spieltage der Saison noch einmal alles mobilisieren“, so Zan.

Am Sonntag (15 Uhr) hat Hemmingen ein Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Steimbke und am letzten Spieltag (1. Juni) muss die Zan-Elf zum TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, der als Tabellenelfter (31 Pkt.) den Klassenerhalt nach dem 5:2-Heimsieg gegen Almstedt so gut wie sicher hat. Um noch eine Chance im Titelkampf zu haben, müsste Hemmingen möglichst beide Spiele gewinnen – und auf einen Ausrutscher der Tünderaner hoffen. Auch die Motzner-Elf muss noch zweimal ran: Erst am Freitag in Bad Pyrmont und am letzten Spieltag (1. Juni) zu Hause gegen den SV Iraklis Hellas, der als Tabellen-13. fünf Punkte Rückstand zum ersten Nicht-Abstiegsplatz hat.

Tündern hat Aufstieg in die Oberliga in eigener Hand

Die Ausgangslage ist klar: Wenn die Motzner-Elf die letzten beiden Saisonspiele gegen Pyrmont und Hellas gewinnen sollte, kann der SC Hemmingen machen, was er will. Dann ist Tündern Meister. Wenn die Schwalben aber noch Punkte liegen lassen, droht Tünderns Titeltraum zu platzen. Im Derby gegen Pyrmont könnte selbst ein Unentschieden für die Schwalben zu wenig sein. Wenn Hemmingen am Sonntag sein Heimspiel gegen Steimbke gewinnen sollte, wäre der direkte Titelkonkurrent vor dem letzten Spieltag wieder Erster. Bei einer Derby-Niederlage der Tünderaner würde Hemmingen aufgrund der deutlich schlechteren Tordifferenz ein Punkt allerdings nicht reichen, um die Tabellenführung zurückzuerobern. Es bleibt also spannend – vermutlich bis zum Schluss.

Derby-Bilanz spricht für die Motzner-Elf

Für Bad Pyrmonts Coach David Odonkor ist das Derby „ein ganz normales Spiel. Wir wissen, dass wir 100 Prozent geben müssen, um Tündern zu schlagen“. Das lässt auch die Statistik vermuten, denn die Derby-Bilanz spricht nicht gerade für die Odonkor-Elf, die sich in dieser Saison Tündern schon zweimal klar geschlagen geben musste: beim 0:3 im Bezirkspokal und beim 0:4 im Hinspiel. Von den 23 direkten Duellen seit 2003 gewann Tündern elf und Pyrmont sieben. Fünf Partien gingen unentschieden aus. Auch das Torverhältnis (49:34) spricht für die Tünderaner. Der letzte Derbysieg der Pyrmonter liegt dagegen schon fast fünf Jahre zurück.

Von der Statistik will sich Pyrmonts Coach aber nicht blenden lassen: „Wir haben die Fitness und die Qualität, um jeden Gegner zu schlagen“, so Odonkor. Das bekam auch schon der SC Hemmingen zu spüren, der als Tabellenführer am sechsten Spieltag beim 1:2 in Bad Pyrmont seine erste Saisonniederlage kassierte. „In der Landesliga kann jeder jeden schlagen. Egal, gegen wen du spielst, du musst immer hundert Prozent geben, sonst verlierst du das Spiel", sagt Lentge und ergänzt: „Ich bin mir sicher, dass uns auch Pyrmont am Freitag alles abverlangen wird. Für uns gilt: Hauptsache gewinnen, egal wie!“



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