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Interview mit Wallensens A-Lizenz-Trainer Stefan Gluba vor dem Bezirksliga-Start gegen Bisperode

„Harakiri-Fußball ist vorbei“

Herr Gluba, nach fast 40 Jahren meldet sich WTW Wallensen auf Bezirksebene zurück. Und zum Saisonstart gibt’s gleich das Ostkreisderby gegen Bisperode. Ist das für Sie als Trainer ein Spiel wie jedes andere – oder kribbelt es ein bisschen mehr?

veröffentlicht am 09.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 21:41 Uhr

Ich bin da ganz entspannt. Ich bin nicht so fixiert auf irgendein Derby. Ich weiß ja, was auf uns zukommt. Ich glaube, das ist ein Spiel, dass wir zu Hause eigentlich gewinnen müssen, um nicht frühzeitig hinten hineinzugeraten. In Heimspielen ist es eigentlich Pflicht, zu punkten. Und wir werden alles in die Waagschale werfen, dass das auch funktioniert.

Das Bezirkspokalspiel gegen Halvestorf war schon ein Vorgeschmack auf das, was Ihr Team erwartet. Trotz der knappen Niederlage im Elfmeterschießen gab es nicht viel zu meckern, oder?

Wir wollten hinten zu Null spielen. Das ist auch in der Bezirksliga ganz wichtig, dass man defensiv gut steht und keinem Rückstand hinterherlaufen muss. Dann fängt man sich nämlich oft postwendend den nächsten Konter ein und das Spiel ist gelaufen. Deshalb werden wir in jedem Spiel versuchen, möglichst lange keine Tore zu kassieren und mit Konterfußball zum Erfolg zu kommen. Harakiri-Fußball werde ich den Jungs abgewöhnen. Wir müssen uns von der Spielweise umstellen. Die Bezirksliga ist eine andere Klasse, eine andere Stärke, eine andere Qualität von den Gegnern. Von daher wird unsere Taktik eine andere sein als in der Kreisliga. Da haben wir das Spiel gemacht. Jetzt werden wir als Aufsteiger von anderen eher als Abstiegskandidat gehandelt. Von daher werden wir frühzeitig dafür sorgen, dass das aus den Köpfen herauskommt beim Gegner.

Sind alle Spieler fit für den Saisonstart?

Wir haben leider mit Marc Ehlerding und Benjamin Edeler zwei Spieler, die voraussichtlich noch länger ausfallen werden. Ansonsten können wir aus dem Vollen schöpfen.

Das heißt, die beiden Torhüter Daniel Hake und Dominik Heintz, die zuletzt beim Pokalspiel gegen Halvestorf fehlten, sind wieder mit dabei?

Ja, unsere beiden Torhüter sind wieder fit und einsatzfähig.

Wie lief die Saisonvorbereitung?

Die Saisonvorbereitung lief ehrlich gesagt etwas schleppend, weil wir viele Verletzte hatten. Wir haben einige Nachzügler, die noch Trainingsrückstand haben und logischerweise nicht von Anfang an spielen werden, sondern sporadisch langsam eingebaut werden.

Und welchen Eindruck machen die Neuzugänge – unter anderem Axel und Mirko Wulf sowie Drazen Ivankovic vom Landesligisten SV Alfeld?

Unsere Neuzugänge haben das Ganze ganz klar belebt, auch was die Intensität beim Training angeht. Man merkt sofort, dass insbesondere die Spieler, die aus der Landesliga kommen, taktisch besser ausgebildet sind. Sie werden uns enorm weiterhelfen.

WTW hat sich mit einem Platz im oberen Tabellendrittel als Aufsteiger ein ehrgeiziges Ziel gesetzt.

Das stimmt. Ich will gleich Druck aufbauen, damit die Jungs wissen, was ich von ihnen erwarte – und keine Entschuldigungsgründe haben. Deshalb habe ich das Saisonziel sehr hoch gesetzt. Mal sehen, was dabei herauskommt. Wenn ich sage, dass wir nicht absteigen wollen, gebe ich den eigenen Spielern ja schon ein Alibi, wenn es mal nicht so läuft. Dann sagen die, wenn wir nur nicht absteigen wollen, können wir auch ab und zu ein Spiel verlieren. Das dürfen sie zwar, aber ich will ihnen kein Alibi geben.

Ist Wallensen durch die verpflichteten Landesligaspieler vielleicht sogar ein Geheimfavorit auf den Titel?

Das glaube ich eher nicht. Die Bezirksliga ist durchweg topbesetzt. Da kommen kaum Kreisligisten ran. Wir werden uns mit den Aufsteigern messen und den Mannschaften, die auch vergangene Saison um den Klassenerhalt gespielt haben. Was den Titel angeht, kommen eher andere Teams infrage.

Interview: Andreas Rosslan



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