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Fußballer aus dem Weserdorf können Pokalgeschichte schreiben

Hajener Blut ist keine Buttermilch

HAMELN-PYRMONT. Den Kreispokal hat der SV Hajen noch nie gewonnen. Sollten die „Black Cats“ am Sonntag in Tündern das Finale gegen den VfB Hemeringen gewinnen, wäre das der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte.

veröffentlicht am 18.05.2018 um 16:50 Uhr

Jubeln möchten die Hajener auch im Finale. Foto: awa
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Pfingsten ist jedes Jahr. Aber ausgerechnet am Pfingstsonntag (15 Uhr) den Kreispokal zu gewinnen, das wäre für die Fußballer des SV Hajen fast schon so etwas wie ein Ritterschlag. Und daran glaubt man im Weserdorf ganz fest, wenn am Lawerweg in Tündern zum 52. Mal in der Geschichte des Fußballkreises Hameln-Pyrmont das Pokalfinale angepfiffen wird. Bei dem der Underdog aus Hajen den klassenhöheren VfB Hemeringen herausfordert.

Hajens Vereinschef Johannes Gehrig zeigte sich schon nach der Halbfinal-Überraschung gegen Lauenstein (2:1) als Optimist. In der letzten Viertelstunde rannte der Vorsitzende an der Seitenlinie zwar wie ein Tiger im Käfig auf und ab, doch seine Spieler um Trainer Steve Wilke ließen ihn nicht im Stich. Denn wie heißt es so schön: Hajener Blut ist keine Buttermilch. Mit Einsatz, Kampf, jeder Menge Herzblut und dem nötigen Quäntchen Pokalglück wurden die Lauensteiner mit langen Gesichtern zurück über den Ith geschickt. Genau diese Euphorie will die Mannschaft um Torjäger Marcel Lutter auch im Finale in die Waagschale werfen. Und sogar noch eine Schippe drauflegen.

In Hajen würde man der Mannschaft zwar kein Denkmal setzen, aber wenn der Pokalcoup tatsächlich gelingen sollte, werden an der Weser wohl noch generationenübergreifend die Namen der Pokalhelden in Erinnerung bleiben – und vielleicht sogar in die Wände des Vereinsheims eingemeißelt. „Auf jeden Fall würde Hajen kopfstehen“, ist sich Steve Wilke sicher. Doch darüber macht er sich im Vorfeld überhaupt keine Gedanken. Denn der Coach hat ein Problem. Kapitän Tim Schrader, der im Halbfinale fehlte, ist wieder dabei. „Da mache ich mir schon Kopfzerbrechen, wie ich die Mannschaft umstelle“, sagte Wilke, dem die Aufstellung noch eine schlaflose Nacht bereiten könnte. Doch oft erledigen sich Probleme auch von selbst.

Der Wahlspruch „Never change a winning team“ dürfte sowieso keine große Rolle spielen. Denn auf seiner Liste musste Wilke schon im Vorfeld dicke Fragezeichen unterbringen: „Niklas Stehle, Bastian Geisler, Niklas Ebeling und Kay-Jonas Dirnberger haben das Halbfinale nicht ohne Blessuren überstanden. Da sind Umstellungen nicht auszuschließen.“ Ansonsten herrscht in Hajen vor dem großen Finale schon eine lockere Party-Stimmung.

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