weather-image
22°
Fußball: Emmerthals Trainer Stephan Meyer adelt Hagen vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte

„Germania verliert kein Spiel“

HAMELN-PYRMONT. „Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier.“ Der Refrain des bekannten Hits von Trude Herr trifft auch auf Trainer Stephan Meyer zu. Der kehrt nun am Donnerstag (19 Uhr) mit der TSG Emmerthal erstmals wieder für ein Punktspiel an seine alte Wirkungsstätte bei Germania Hagen zurück.

veröffentlicht am 04.09.2018 um 16:03 Uhr

Stephan Meyer, Trainer des Kreisligisten TSG
Roland Giehr

Autor

Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Für ihn ist der Kurztrip damit praktisch ein „Heimspiel“. Verbunden mit schönen Erinnerungen, aber auch einer Enttäuschung. Denn erst wurde Meyer am Aechternbusch als Meistermacher gefeiert, dann später gefeuert. Nach dem Aufstieg 2015 in die Fußball-Bezirksliga schaffte er zunächst noch in der Relegation den Klassenerhalt, danach war dann aber nach sieben Spieltagen und nur fünf mageren Punkten vorzeitig Schluss.

„So ist eben das Geschäft. Natürlich war ich damals enttäuscht, aber der Verein hat die Dinge aus meiner Sicht professionell gelöst und deshalb gibt es auch nichts mehr nachzukarten“, hat der 53-Jährige den kleinen Knick in seiner ansonsten erfolgreichen Trainer-Karriere aber längst verkraftet. Ein außergewöhnliches Spiel wird es dennoch für ihn – und vor allem auch für seine junge Elf. „Wir spielen gegen die absolute Topmannschaft der Kreisliga, da können wir noch sehr viel lernen“, stellt er fest. Überhaupt attestiert er seinem Pendant Philipp Gasde, der mittlerweile auch als Spielertrainer fungiert, eine ausgezeichnete Arbeit und glaubt sogar daran, dass „Germania Hagen kein Spiel verlieren wird“. Klingt ein wenig nach gewollter Tiefstapelei, denn Stephan Meyers sportlicher Ehrgeiz ist hinlänglich bekannt. Er wäre schließlich nicht er, würde der erfahrene Coach vor einem Kontrahenten in Ehrfurcht erstarren. Auch nicht vor dem Spitzenreiter. Seine Maxime bleibt: Irgendwas geht immer. Und ein Punkt bei seiner Rückkehr, das wäre doch schon was. Der würde seine verjüngte Mannschaft wieder einen Schritt in ihrer Entwicklung weiterbringen. „Wir sind im Soll“, ist Meyer aber zufrieden. Vielleicht noch mehr, wenn er nicht auf dem Hagen verliert...



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare