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Hagens Fußball-Chef Robert Lippert wird mit dem DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet

Germane aus Leidenschaft

Hagen. Da war Robert Lippert perplex, als er erfuhr, dass er in diesem Jahr mit dem DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet wird. Eine Ehrung, die der „Germane aus Leidenschaft“ verdient hat. Denn schon vor 51 Jahren zog es den damals sechsjährigen Steppke Robert auf dem Sportplatz am Aechternbusch. In der Knabenmannschaft ging er erstmals auf Torjagd, und danach hatte ihn das runde Leder fest im Griff.

veröffentlicht am 21.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:21 Uhr

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Robert Lippert entwickelte sich zu einem Fußballer, der spielerisch alle Qualitäten eines guten Technikers mitbrachte. Deshalb wurde er dem Hagen zwischenzeitlich auch mal untreu. Als 20-Jähriger wechselte er 1977 aus der Kreisklasse zur SpVgg. Bad Pyrmont, die damals in der 4. Liga mitmischte. Die Zeit unter den Trainern Winfried Voeste, Henk van Meteren und Karl Giesen möchte er nicht missen. „Ich habe die sportliche Herausforderung angenommen, mich durchgesetzt und eine schöne Zeit erlebt“, erinnert er sich und spricht vor allem gerne vom großen Auftritt im DFB-Pokal vor fast 4000 Zuschauern gegen Eintracht Frankfurt.

Mit reichlich Erfahrung in der Sporttasche kehrte er auf Hagens Höhen zurück und schaffte 1986 mit Germania den Aufstieg in die Bezirksklasse. Als die Hagener fünf Jahre später ihre Mannschaft schweren Herzens aus dem Bezirk zurückzogen und in der 2. Kreisklasse neu durchstarten mussten, war es nicht schwer, einen neuen Übungsleiter zu finden. Robert Lippert stieg ins Trainermetier ein – mit Erfolg. Der Hagener Junge konnte seine neu formierte Truppe begeistern, feierte mit zwei Aufstiegen in Folge die Rückkehr in die Kreisliga und holte hier mit nur einem Punkt hinter Hilligsfeld gleich den Vizetitel. Drei nervenaufreibende Trainerjahre reichten ihm, doch einen Rückzug aus dem Fußballleben gab es nicht. Im Hause Lippert kehrte sportlich keine Ruhe ein. Aus dem Trainer wurde der Spartenleiter, denn Robert Lippert und Germania Hagen waren längst zu einer festen Einheit zusammengewachsen. Und die hat immer noch Bestand. Denn der inzwischen 57-jährige „Fußball-Verrückte“ im positiven Sinne hat alles im Griff. Egal, ob vor dem Spiel einkaufen, morgens den Platz abkreiden oder die Organsation rund um und nach dem Spiel. Doch „Mister Hagen“ macht sich Gedanken: „Die Aufgaben müssen breiter verteilt werden. Es ist aber schwer, Leute zu finden.“

Wann der Ehrenamtspreis auf dem Hagen offiziell überreicht wird, ist noch nicht terminiert. Doch auf das gemeinsame Dankeschön-Wochenende mit seiner Ehefrau Renate, das der Niedersächsische Fußballverband im Sporthotel Fuchsbachtal spendiert, freut sich Robert Lippert schon.



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