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War Tünderns Einspruch doch zulässig?

Für Lentge ist der Fall Kramer noch nicht gelöst …

Der komplizierte Fall Lukas Kramer wird laut Tünderns Vize-Vereinschef Manfred Lentge noch nicht zu den Akten gelegt: „So schnell geben wir nicht auf. Wir werden im Rahmen unserer rechtlichen Möglichkeiten alles tun, um diese Angelegenheit zu klären“, kündigte Lentge gegenüber der Dewezet-Sportredaktion an.

veröffentlicht am 04.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:03 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Tünderns Vereinsführung habe die Angelegenheit inzwischen in die Hände eines Rechtsanwaltes übergeben, der sowohl gegenüber dem zuständigen NFV-Sportgericht auf Kreisebene als auch gegenüber dem Niedersächsischen Fußball-Verband „unseren Standpunkt deutlich gemacht hat“. Zwischen dem Klub auf der einen Seite und dem Fußball-Verband auf der anderen Seite gibt es unterschiedliche Auffassungen, ob beim 1:0-Heimsieg von Tünderns Reserve am ersten Kreisliga-Spieltag gegen Aerzen der Siegtorschütze Lukas Kramer spielberechtigt war oder nicht. Und ob der Einspruch der Tünderaner gegen den Verwaltungsentscheid fristgerecht vorlag oder nicht, muss ebenfalls noch geklärt werden. Auch hier gibt es unterschiedliche Sichtweisen. Wie berichtet hatte der Verein zwar innerhalb der 7-Tage-Frist den Einspruch pünktlich per Fax verschickt, aber an den falschen Adressaten. Werner Jorns, Vorstandsmitglied im Kreisfußball-Verband, wurde gebeten, das Fax an den Spielausschussvorsitzenden Hans-Jürgen Hartmann weiterzuleiten, der war aber nicht zuständig, sondern das Sportgericht, dessen Vorsitzender Reinhard Feyer ist.

Der erhielt vor wenigen Tagen ein Fax von Tünderns Rechtsanwalt, der beantragte, den innerhalb der Frist beim Kreisfußball-Verband eingegangenen Einspruch als zulässig anzuerkennen, die 0:5-Wertung des Spiels, das Tündern II mit 1:0 gegen Aerzen gewann, aufzuheben, weil laut Lentge „Lukas Kramer für uns spielberechtigt war und ist“. Kramer habe bereits in der vergangenen Saison ein Spiel für Tünderns A-Junioren bestritten – am 13. Juni in Niedernwöhren. „Der Spieler wurde damals nachträglich handschriftlich auf dem Spielformular eingetragen. Dies erfolgte in Absprache mit dem Schiedsrichter“, so Lentge. Der Spielleiter habe damals Kramers Spielberechtigung geprüft und für rechtens erklärt. Dies sei dem Spielformular zu entnehmen. „Wir durften daher berechtigterweise davon ausgehen, dass der Spieler auch weiterhin für unseren Verein spielberechtigt ist“, so Lentge. Außerdem macht er noch einmal deutlich, dass Kramers Spielerpass auch während seines Auslandsaufenthaltes in den USA ununterbrochen in Tündern war. „Der Spieler hatte sich nicht bei uns abgemeldet.“ In den USA sollte Kramer bei dem Verein Lynch Burg CVU spielen – so war es jedenfalls geplant. Doch Kramer, der nach eigenen Angaben kein einziges Spiel in den USA bestritten hat, entschied sich anders. Außerdem weist Lentge darauf hin, „dass entsprechend § 6 der Spielordnung, der NFV dem Spieler ohnehin keine Spielererlaubnis für einen Verein in den USA hätte erteilen können, da der Spielerpass dem NFV nicht vorlag“. Fortsetzung folgt.



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