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Auf Dauerbrenner Tim Piontek können sich die Schwalben schon seit 13 Jahren verlassen

Für ein Tor ist Tünderns Käpitän immer gut

Der Käpt’n schreitet uns voran – so heißt es nicht nur in einem alten Fußballer-Lied, so spielt sich der Punktspiel-Alltag auch beim Landesligisten HSC BW Tündern ab. Wenn die Blau-Weißen auflaufen, trägt Tim Piontek die Mannschaftsführerbinde und das schon in der vierten Saison.

veröffentlicht am 13.03.2012 um 17:57 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Auch zu Recht, immerhin ist der 26-jährige Sechser aus dem defensiven Mittelfeld ein echtes Urgestein im Team der Tünderaner. Schon als 13-Jähriger wechselte er vom FC Flegessen an den Lawerweg. Bei den C-Junioren hat hier unter Trainer Marc Dühring mal alles angefangen. Inzwischen zählt der schwergewichtige Linksfuß zu den Dauerbrennern im Team von Trainer Siegfried Motzner. Mit dem harmoniert Piontek bestens. „Wir liegen einfach auf einer Wellenlänge. Da passt alles“, freut sich der Mann mit der „linken Klebe“, der aber auch wegen seiner Kopfballstärke gefürchtet ist.

Nur wenn Motzner beim Training wieder mal sein beliebtes Drei- und Vierecklaufen von den Spielern fordert, dann kocht bei seinem Kapitän das Blut. „Ich hasse diese Lauferei wie die Pest“, gibt er zu. Denn er weiß genau, dass er trotz aller Bemühungen nicht mehr der antrittsschnellste Spieler werden wird. „Und mein Idealgewicht erreiche damit auch nicht“, ist er sich sicher. Trotz ein paar Pfunden zu viel zählt Piontek dennoch zu den lauffreudigsten Spielern. Selbst als die Mannschaft einmal beim Pyrmonter Brunnenlauf komplett an den Start ging, lief der Kapitän vorn weg und wies seine Kumpels läuferisch mal locker in die Schranken.

„Wichtig ist es doch vor allem, dass man spielerisch und kämpferisch mithalten kann“, sagte der Versicherungs-Fachmann, der seine Fußballbeine übrigens nicht extra versichert hat. Mit seinen Tugenden zählt der fast 1,90 Meter große Hüne Jahr für Jahr zu Tünderns Stammformation. Ebenso wie Robin Hau, Daniel Köhler, Yves Hackl und Torhüter Sebastian Kelle, mit denen er schon seit „einem gefühlten Jahrhundert“ die Kastanien für Blau-Weiß aus dem Feuer holt. Mit ihnen will er auch in dieser Saison möglichst schnell den Klassenerhalt in der Landesliga packen. Daran zweifelt Piontek, der viele Höhen und Tiefen mit den „Schwalben“ erlebt hat, überhaupt nicht.

„Wir packen es“, lautet seine klare Ansage. „Denn wir haben ein homogenes Team, in dem es einfach stimmt.“ Und darin sieht sich Tünderns „Chef vom Dienst“ nur als eines von zahlreichen wichtigen Rädchen, die aber gut verzahnt sind und absolut rund laufen. Dabei setzt Trainerfuchs Motzner auf ein schnörkelloses Spiel. „Hinten kompakt und schnell nach vorn“, heißt die Devise. „Das sieht zwar nicht immer schön aus, ist aber effektiv“, hat Abräumer Piontek erkannt.

In der Rolle des Kapitäns sieht er sich keinesfalls als Hauptdarsteller. Den Part spielt für ihn ganz klar die Mannschaft. „Auch wer die Tore schießt, ist mir völlig egal, Hauptsache, sie fallen“, umriss er kurz und knapp seine Fußball-Philosophie. Stolz war er nach seinem Kopfball-Tor zum 1:0-Sieg gegen Mühlenfeld am vergangenen Sonntag aber trotzdem.



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