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Trainer wechselt vom SC Börry zu RW Hessisch Oldendorf

Frust ade! Rolf Schünemann im Fahrstuhl nach oben

Hessisch Oldendorf. Das Zauber-Kunststück schafft wohl noch nicht einmal der momentan magische FC Bayern München. Nicht gespielt und trotzdem über Nacht mal eben sieben Plätze in der Tabelle gutgemacht. Alle Achtung – aber wie funktioniert so eine Nummer?

veröffentlicht am 19.12.2013 um 12:59 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

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Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Unser Tipp: Rolf Schünemann fragen. Der 47-jährige Fußballtrainer nahm kurzentschlossen den Fahrstuhl und ratterte vom kriselnden Kreisliga-Vorletzten SC Börry ein paar Stockwerke hoch zu RW Hessisch Oldendorf auf Platz sieben. Da herrschten zuletzt allerdings auch stürmische Zeiten. Trotzdem: Für einen ehrgeizigen Coach wie ihn auch mitten in der Saison ein legitimer Wechsel. In Börry wird man das gewiss anders sehen. Dennoch sah Schünemann dort keine sportlichen Perspektiven mehr. „Der Klub braucht eigentlich keinen Trainer. Wir haben schon lange nicht mehr richtig trainieren können“, zog der einstige Top-Torjäger einen Schlussstrich unter seine latent nervende Personalnot. Er hatte sich sogar selber noch das Trikot übergestreift, um zu helfen.

„Und dann muss ich mich in meinem Alter auf dem Platz noch dumm anmachen lassen. So was brauche ich nicht“, stand seine Demission bereits am 11. November nach dem 1:6 in Salzhemmendorf fest. Damals schon informierte Schünemann die Mannschaft, ließ sich aber noch einmal überreden, bis zur Winterpause weiterzumachen. „Ein Fehler, denn gebracht hat es nichts. Ich wurde weiter allein gelassen“, hofft der frustrierte Coach nun bei RW Hessisch Oldendorf auf bessere Zeiten. „Das sind tolle Fußballer, mit denen noch vieles möglich ist“, geht Rolf Schünemann positiv an die neue Aufgabe heran. Auch der Klub ist überzeugt, den richtigen Nachfolger für Murat Özcan gefunden zu haben. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind sicher, dass er die beste Leistung aus unserem Team rausholen kann“, glaubt Vorstandsmitglied Fatih Anil.

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