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Fußball: Ramlingens Coach Philipp Gasde trifft auf seinen Ex-Klub Bad Pyrmont

Freundschaft ruht für 90 Minuten

BEZIRK HANNOVER. Für Philipp Gasde dürfte die Begegnung am Samstag eine ganz besondere sein. Der ehemalige Trainer von der SpVgg. Bad Pyrmont trifft mit seinem neuen Klub SV Ramlingen-Ehlershausen am sechsten Spieltag der Fußball-Landesliga auf seinen Ex-Klub.

veröffentlicht am 06.09.2019 um 00:00 Uhr

Bis zum Ende der Saison 2016/17 hatte Ramlingens Coach Philipp Gasde bei der Spielvereinigung Bad Pyrmont das Sagen. Am Samstag kommt es zum Wiedersehen. Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen vor dem Duell allerdings kaum sein. Während Ramlingen mit fünf Siegen aus sechs Partien aktuell Spitzenreiter ist, wartet Bad Pyrmont als Tabellenvorletzter weiter auf den ersten Saisonsieg. Wir haben vor der Partie mit Phillipp Gasde über den Saisonstart, die Landesliga und das Spiel am Samstag gesprochen.


Herr Gasde, nach der überraschenden 0:2-Auftaktniederlage gegen Aufsteiger Eilvese hat der SV Ramlingen-Ehlershausen fünf Partien in Folge gewonnen. Was sagen Sie zum bisherigen Saisonverlauf?
Philipp Gasde: Das erste Spiel war etwas schade. Da haben wir uns selbst besiegt. Eilvese hat an diesem Tag einen überragenden Mohamed Saade in den Reihen gehabt. Der war zwei Klassen besser als alle anderen Spieler auf dem Feld. Am Ende hat der STK aus einer richtigen Chance zwei Tore gemacht. Nach dem Saisonstart war etwas betrübte Stimmung. Wir haben die Partie danach aufgearbeitet. Vielleicht hat uns nach der intensiven Vorbereitung die Frische noch etwas gefehlt. Jetzt sind wir da, wo wir hin wollen. Mit dem Saisonverlauf bin ich sehr zufrieden.


Durch die Erfolgsserie an den letzten Spieltagen hat Ihr Team die Tabellenführung übernommen. Was hat Ramlingen-Ehlershausen in den letzten Wochen ausgezeichnet?
Das Team zeichnet sich aus. Wir haben jetzt eine richtige Mannschaft zusammen. Das ist das Entscheidende. Wenn du kein Team bist, dann funktioniert es nicht. Natürlich haben wir gute Einzelspieler in unseren Reihen. Aber das Team ragt heraus.


Sechs von 30 Partien sind absolviert. Wie schätzen Sie die Landesliga diese Saison ein?
Für mich sind die negativen Überraschungen Pattensen und Krähenwinkel. Das hätte ich vor der Saison so nicht gedacht. Beide Teams haben sich vor der Spielzeit extrem gut verstärkt. Ich gehe aber davon aus, dass sie noch kommen werden. Die Aufsteiger Eilvese, Barsinghausen und Eldagsen schlagen sich bisher sehr ordentlich. Sie haben alle gute Ergebnisse erzielt. Godshorn, Bad Pyrmont und Heeßel werden es schwer haben. In der oberen Tabellenregion muss man mal schauen. Wunstorf und Sulingen muss man auf der Rechnung haben. Hemmingen ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.


Mit Can Gökdemir und Melvin Meyer haben Sie zwei Hameln-Pyrmonter im Kader. Was sagen Sie zu beiden Spielern?
Beide haben nahezu jede Einheit mitgemacht. Sie haben eine Top-Einstellung und wurden im Team ganz schnell integriert. Can war leider lange verletzt. Durch seinen Bandscheibenvorfall war er gut zehn Monate raus. Das war sein großes Problem und ist nicht so eben wegzustecken. Er ist sehr bemüht und engagiert dabei. Can ist auf einem guten Weg. Seine Leistungen sind derzeit absolut in Ordnung. Auch Melvin bringt zuverlässig seine Leistung auf dem Platz. Beide bringen uns weiter.

Am Samstag kommt es zum Duell mit Ihrem Ex-Klub SpVgg. Bad Pyrmont. Wie bereiten Sie Ihr Team auf die Partie vor?
Eigentlich ist es eine Partie wie jede andere. Das ist es auch. Natürlich mit einer Hintergeschichte. Ich bin mit vielen Spielern befreundet und noch heute im Kontakt. Die Dinge, wie sie vor zwei Jahren abgelaufen sind, sind noch im Kopf. Das ist aber alles Nebensache. Wir werden das Spiel wie jedes andere angehen und wollen gewinnen. Vor und nach der Begegnung werden ich mit den Pyrmonter Jungs sprechen. Spätestens nach der Mannschaftsbesprechung ruht die Freundschaft aber bis nach der Partie.


Ihr Ex-Klub hat nach fünf Begegnungen erst zwei Punkte auf dem Konto und steht als Tabellenvorletzter auf einem Abstiegsplatz. Was können Sie zu den Pyrmontern sagen?
Da bin ich derzeit zu weit weg. Der Kader hat sich gegenüber der letzten Saison schon sehr verändert. Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Dadurch ist der Erfolg im Moment noch nicht so gegeben.

Ramlingen-Ehlershausen hat bisher alle drei Heimspiele gewonnen und ist als Tabellenführer am Samstag gegen Pyrmont Favorit.
Wir wollen das Spiel gewinnen und dafür werden wir alles tun. Wir nehmen das Selbstvertrauen der letzten fünf Spiele mit. Personell sieht es auch gut aus. Ich habe fast alle Spieler dabei. Auch Jan Reuter steht nach seinem Nasenbeinbruch wieder zur Verfügung. Der große Kader wird uns zugutekommen. Wir sind von Spieler eins bis 23 ein Team. Alle freuen sich zusammen über die Siege, auch wenn sie nicht eingewechselt werden oder in der Zweiten spielen müssen. Das Team zeichnet uns aus.

Interview: Timo Schnorfeil



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