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Drei Tore beim 5:0-Triumph des WTW Wallensen im Kreispokal-Finale gegen ängstliche Afferder

Freddy einfach „Giger-gigantisch“

Aerzen. Die mittlerweile auch an der Fußball-Basis obligatorische Bierdusche durfte zwar nicht fehlen und war bei der Affenhitze in Aerzen wohl auch eine Wohltat, dennoch feierte der WTW Wallensen seinen souveränen 5:0-Pokaltriumph im Kreispokalfinale gegen Eintracht Afferde fast notgedrungen mit angezogener Handbremse. Schließlich war dieser Sieg nicht mehr als eine gelungene Generalprobe für das nun anstehende zweite Highlight. Und das ist nur erfolgreich zu bewältigen, wenn der Bier-Pegel im Spiel der Spiele auch tatsächlich bei null steht.

veröffentlicht am 09.06.2014 um 14:30 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:25 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Schon heute um 19 Uhr kann die Elf von Trainer Stephan Gluba mit einem Sieg gegen Schloß Ricklingen auch noch den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga perfekt machen und damit die erfolgreichste Saison in der Vereinshistorie krönen. Erst dann dürften wohl endgültig alle Dämme beim Kreisliga-Vizemeister brechen. Ob die ängstlichen Afferder aber wirklich ein echter Prüfstein waren, wird sich allerdings noch zeigen. Denn eigentlich wurde Wallensen in den einseitigen 90 Minuten kaum gefordert und wäre eben nicht die enorme Hitze im Brutkasten des Aerzener Stadions gewesen, so richtig geschwitzt hätte wohl keiner im Team um Kapitän Dustin Knecht. Schon nach 16 Minuten war die Messe nach den Toren von Benjamin Edeler (4.), und Frederick Giger eigentlich gelesen. „Wir haben dann leider versäumt, noch schnell das dritte Tor nach zu legen. Die Chancen dazu waren da“, bilanzierte Gluba. Aber wirklich etwas zu bemängeln hatte auch der Erfolgscoach nicht. Zwar nahm Eintracht Afferde nach dem Wechsel noch einmal kurzfristig am Spielbetrieb teil, ernsthaft erschüttern konnten die Schützlinge von Trainer Axel Marahrens die WTW-Defensive aber nicht. Denn das Strohfeuer verglimmte und das Unheil nahm weiter seinen Lauf. Torjäger Frederick Giger tanzte die an diesem Tage zweikampfschwachen Abwehrspieler der Eintracht weiterhin nach Belieben aus und machte mit einem Doppelpack (61./75.) endgültig den Sack zu. Sehenswert dabei das 4:0. Ein Billard-Tor. Erst schoss „Freddy“ den Ball aus Nahdistanz an den linken Pfosten und versenkte den Abpraller dann rechts im Eck. Einfach nur „Giger-gigantisch“. Auch hier hatte Afferdes in vielen Situationen allein gelassener Torhüter Moritz Muschik keine Abwehrmöglichkeit.

Während WTW-Manager Thomas Schütte und seine Helfer im Gefühl des sicheren Sieges schon die Pokalsieger-Shirts aus dem Bus holten, setzte der eingewechselte Oliver Silex (80.) dann noch den Schlusspunkt unter ein Pokalfinale, dem irgendwie die Würze fehlte. Etwas mehr Spannung hätte auch den rund 400 Zuschauern sicherlich gut getan. Während beim Sieger Frederick Giger herausragte, konnte auf Afferder Seite eigentlich nur sporadisch Fabian Kentsch überzeugen.



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