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VfL Hameln macht sich beim 27:23-Erfolg gegen Großenheidorn das Leben selbst schwer

Frank sei dank! Rosenthal der Matchwinner

Handball (jko). „Mein Puls ist auf 220.“ Sönke Koß war nach dem Oberliga-Derby gegen den MTV Großenheidorn fix und fertig, obwohl der VfL Hameln mit 27:23 (17:12) gewonnen hatte. Kein Wunder, denn der 34-Jährige erlebte in den 60 Minuten ein Wechselbad der Gefühle.

veröffentlicht am 25.09.2011 um 20:41 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 15:41 Uhr

„Für einen Trainer sind solche Spiele eine Katastrophe“, sagte Koß, der bis zum Schluss um den Sieg bangen musste. Am Ende konnte er sich bei seinem Torwart Frank Rosenthal bedanken, der mit 17 Paraden – darunter gleich drei gehaltene Siebenmeter in der ersten Halbzeit – zum Matchwinner avancierte. „Für uns war mehr drin, aber wir sind an Rosenthal gescheitert“, haderte auch Großenheidorns Trainer Marc Siegesmund.

45 Minuten lang zeigte der VfL eine starke Partie – sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung. Die Hamelner führten bereits mit 19:13 (37. Minute), als es binnen 50 Sekunden zwei Rote Karten für den Gegner gab. Zunächst erwischte es Bertrand Salzwedel nach einem Schlag ins Gesicht von Oliver Glatz, kurz darauf war Thorben Buhre nach einer Attacke in den Wurfarm von Jannik Henke an der Reihe. In der Folgezeit ließen die Gäste vom Steinhuder Meer auch noch zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt, so dass es bei der klaren VfL-Führung von 25:16 (45.) augenscheinlich nur noch um Schadensbegrenzung für den MTV ging. Doch weit gefehlt, denn dem VfL fiel gegen die Manndeckung von Jannis Pille nicht mehr viel ein. VfL-Coach Sönke Koß konnte wechseln wie er wollte, nichts lief mehr. „Durch die Umstellung haben wir den Hamelnern Probleme bereitet. Schade, dass wir am Ende nicht mehr daraus machen konnten“, ärgerte sich Siegesmund. Zwölf Minuten blieb der VfL ohne Tor und Großenheidorn war beim 25:22 bedrohlich nah gekommen. Erst Torben Höltje beendete die Flaute und sorgte mit seinem Treffer zum 26:22 drei Minuten vor Schluss für die Vorentscheidung. „Unter dem Strich ist der Sieg verdient“, sagte Koß. Wichtig ist, „dass wir uns jetzt oben festgesetzt haben“. Warum sich in den Schlussminuten beim VfL das große Nervenflattern breitmachte, war Matchwinner Frank Rosenthal ein Rätsel. Denn eigentlich hatte man die Partie gut im Griff – bis zu den zwei Platzverweisen. Rosenthal hatte das Gefühl, „dass uns die beiden Roten Karten mehr verunsichert haben als Großenheidorn selbst“.

VfL Hameln: Rosenthal; Pille (7), Heemann (6), Glatz (5), Wood (5/4), Engelhard (2), Höltje (1), Kanngießer (1), Schubert, Henke, Künzler, Hylmar, Emmel.

Thorben Kanngießer (VfL Hameln) wird von Großenheidorns Bertrand Salzwedel gestoppt.

Foto: nls



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