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Fit für 96? Hier trainieren die „Black Cats“ aus Sunderland

„Run to the baseline! Kick the ball – faster!“ Eric Blacks Stimme hallt durch das Fuchsbachtal. Der Assistent von Trainer Steve Bruce treibt die Spieler vom AFC Sunderland unermüdlich an.

veröffentlicht am 17.07.2011 um 17:52 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 18:41 Uhr

Von Mirko Haendel

 

„Run to the baseline! Kick the ball – faster!“ Eric Blacks Stimme hallt durch das Fuchsbachtal. Der Assistent von Trainer Steve Bruce treibt die Spieler vom AFC Sunderland unermüdlich an. Der englische Premier League-Klub ist seit Freitagabend zu einem mehrtägigen Trainingslager im Sporthotel Fuchsbachtal. Der Tabellen-15. der Vorsaison bestreitet während seines Aufenthalts in Deutschland drei Testspiele. Am kommenden Mittwoch treffen die Engländer im Hamelner Weserberglandstadion auf Hannover 96. Gestern spielten sie beim Drittligisten Arminia Bielefeld, am kommenden Samstag messen sich die „Black Cats“ dann im Borussenpark mit Borussia Mönchengladbach.

Sunderland ist da: Hier trainieren die „Black Cats“

Öffentliche Trainingseinheiten sind bei Englands Erstligaklubs die absolute Ausnahme. Entsprechend geheimnisvoll gab sich Mannschaft und der elfköpfige Trainerstab des Vereins aus der nordenglischen Küstenstadt. „No fotos, please“, lauteten die Anweisungen der zahlreichen Betreuer.

Bereits über 26 Millionen Euro hat der AFC für die kommende Saison ausgegeben – 9 Millionen für das 18-jährige Riesentalent Connor Wickham von Ipswich Town, 6,6 Millionen für Craig Gardner von Birmingham City, John O’Shea von ManU konstete 4,5 Millionen, der Koreaner Dong-Wan Ji, Stürmer von Chinnan Dragos, war den Black Cats 2,4 Millionen wert. 1,5 Millionen zahlte Sunderland für Wes Brown, der wie O’Shea aus Manchester kam.

Doch auch die teuersten Fußballer müssen schuften. Fast eineinhalb Stunden trieb sie Eric Black am Samstag über den Rasen. Auf dem Programm stand das Einstudieren verschiedener Angriffssituationen mit dem Ziel, möglichst schnell zur Grundlinie vorzustoßen und den Ball vor das Tor zu schlagen – und das alles in atemberaubenden Tempo und „one-touch“. Steve Bruce, von beeindruckender Gestalt und in seiner Karriere als Fußballer bei Norwich City, Manchester United und Birmingham City aktiv, beobachtete das Geschehen zunächst aus der Distanz. Erst beim abschließenden Trainingsspiel ließ er seinen eigentümlichen Humor erkennen. Während seine Assistenten konzentriert jede Aktion ihrer Schützlinge beobachteten, witzelte er ununterbrochen, imitierte das Koreanisch seines Neuzugangs Dong-Wan Ji und riet ihm zu einem Wörterbuch: „Dong-Wan-Jing-bum-diddle-jong, you need a dictionary!“

Nach eineinhalb Stunden beendete Bruce mit einem lauten Pfiff das Treiben auf dem Kunstrasenplatz des Sporthotels, und die Spieler trotteten unter die Duschen.



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