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Für den Trainer läuft es beim SV Lachem nicht rund / Marco Blana und Latif Kiki langzeitverletzt / Wechselgerüchte am Haarweg

Fenske kann’s nicht fassen: Niemandsland statt Gipfelsturm

Fußball (kf). „Momentan ist einfach alles eine reine Katastrophe“, stöhnt Lachems Trainer Thomas Fenske nach der 1:3-Heimpleite gegen den SV Hastenbeck. Die großen Ambitionen, die zum Saisonstart beim Kreisligisten von der Weser gehegt wurden, hat er erst einmal in die Schublade gelegt. Für die Gipfelstürmer reichte es mit mageren 21 Punkten und 36:38 Toren aus 13 Spielen bislang lediglich zum Marsch ins Niemandsland der Tabelle.

veröffentlicht am 18.10.2010 um 15:55 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:21 Uhr

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„Eigentlich wäre ich froh, wenn jetzt schon die Winterpause beginnen würde“, machte Fenske deutlich, denn momentan läuft vieles unrund. Nicht nur sein Blick auf die Liste der Ausfälle, auf der mit Marco Blana und Latif Kiki auch zwei Langzeitverletzte stehen, bereiten ihm Kopfzerbrechen. „Ich habe das Gefühl, dass einige Spieler derzeit einfach zu sehr mit sich selbst oder mit anderen Dingen beschäftigt sind“, sagte ein Trainer, der von seinen Spielern immer wieder mit Überraschungen versorgt wird. So teilten ihm erst kurz vor dem Hastenbeck-Spiel Bujamin Kiki und Muhammet Sen mit, das sie nicht spielen können. „Dadurch waren alle Planungen über den Haufen geworfen“, ärgerte sich der engagierte Übungsleiter, bei dem sich schon kurz nach dem Saisonstart Cihan Teke, Kemil Teke, Murat Özcan und Erhan Yalcin abmeldeten.

„Da wird die Luft schon dünn, denn wir haben weder eine Zweite noch eine Alte Herren, aus der mal ein Spieler nachrücken könnte“, beschreibt Fenske das aktuelle Problem. Und von den drei Hamelner Neuzugängen ist bislang nur Marius Szymanski spielberechtigt. Mehdi Dragusha und Nils Conrad liegen immer noch auf Eis.

Wenn es bei einer Mannschaft nicht richtig läuft, kocht es auch schnell mal in der Gerüchteküche. So wird bereits gemunkelt, dass zur Winterpause einige Lachemer Akteure zu RW Hessisch Oldendorf wechseln wollen. „Offiziell hat sich aber noch niemand abgemeldet“, weiß der Coach, der an der Weser dringend Gesprächsbedarf sieht. „In den nächsten Wochen müssen wichtige Entscheidungen fallen.“ Dabei geht es nicht nur um Akteure, die den Verein verlassen wollen. Thomas Fenske hat auch schon einen Wunschzettel geschrieben. Auf dem stehen Namen von Spielern, die er gern in der Winterpause an den Haarbach holen würde. Denn Fenske weiß: „Momentan läuft es nicht. Wir sind noch keine Mannschaft.“ Ob die jedoch mit einer Umtauschaktion zur Weihnachtszeit zueinanderfindet, steht weiter in den Sternen.

Auch für Friedrich Homeyer, der seit Jahren beim SV Lachem die Richtung angibt, ist die derzeitige Situation keinesfalls zufriedenstellend. Am Wochenende sollen bei einem Zusammentreffen der Fußballer die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Wohin der Zug dann fährt, ließ Lachems Fußball-Chef offen.

Thomas Fenske an der Seitenlinie: schon oft genug musste er bei den Spielen des SV Lachem die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Foto: nls



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