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Für Kreisauswahltrainer Jens Günther ist Fusion der falsche Weg

FC Weserbergland-Modell zum Scheitern verurteilt?

Dieses Thema sorgt in der heimischen Fußballszene mal wieder für Diskussionsstoff: Hat eine Fusion einiger Hameln-Pyrmonter Vereine wie beispielsweise von Blau-Weiß Tündern, der SSG Halvestorf und der SG Hameln 74 wirklich Sinn? Oder wäre so ein FC Weserbergland-Modell sowieso zum Scheitern verurteilt?

veröffentlicht am 27.10.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:26 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

In den vergangenen Jahren wurde viel über das Thema geredet, passiert ist nichts. Gar nichts. Jetzt startet Tünderns Trainer Siegfried Motzner nach zwei Jahren den nächsten Versuch. In der Samstagsausgabe der Dewezet war zu lesen, dass sich Motzner um die Zukunft sorgt. Der heimische Fußball droht nämlich in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Die von Motzner ins Spiel gebrachte Fusion im Herrenfußball ist für Kreisauswahltrainer und United-Coach Jens Günther allerdings der absolut falsche Weg: „Bevor man sich darüber Gedanken macht, sollte man im Jugendbereich die Kräfte bündeln.“

In Hameln-Pyrmont müsste es laut Günther nämlich einen Klub geben, der bei der Talentförderung vereinsübergreifend unterstützt wird. „Tündern bietet als Verein ideale Voraussetzungen dafür.“ Statt Gelder für den kurzfristigen Erfolg in eine gemeinsame Landesliga-Herrenmannschaft zu pumpen, sollte man es lieber für ein vernünftiges Jugendkonzept ausgeben. Dort sei es besser angelegt.

Wenn alle Klubs im Kreisgebiet bei der Talentförderung an einem Strang ziehen und einen Verein wie Tündern unterstützen würden, könnten davon später auch die Herrenteams profitieren – „bis runter in die Kreisklasse“.

Jahrelang war Tündern im Jugendfußball die Nummer eins im Weserbergland. „Und das war auch gut so, auch wenn es viele Kritiker gab.“ Denn vielen kleinen Dorfklubs war es in der Vergangenheit ein Dorn im Auge, wenn ihre hoffnungsvollen Talente nach Tündern wechselten, weil dort die sportliche Perspektive stimmte. Zwischenzeitlich kickten Tünderns B-Junioren sogar in der Regionalliga. Doch die guten Zeiten sind längst vorbei: „Das Fundament bröckelt extrem“, macht Günther den Ernst der Lage bei den jungen Schwalben deutlich. „Die A-Jugend ist bereits aus der Niedersachsenliga abgestiegen, die B-Jugend wird in diesem Jahr folgen.“ Die C-Jugend sei zwar noch auf einem guten Weg, aber darunter seien einige Altersklassen schon gar nicht mehr besetzt.



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