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Nach übler Zuschauer-Attacke: Spielabbruch in Großenwieden / Fischbecks Hannes Sagebiel mit Nasenbeinbruch

Faustschlag ins Gesicht! Derby endet mit Eklat

Großenwieden. Es war ein blutiges Ende eines über weite Strecken fairen Derbys zwischen dem TSV Großenwieden und dem TSC Fischbeck: Die Partie der 2. Fußball-Kreisklasse (Staffel 2) wurde am Sonntag kurz vor Schluss beim Stand von 2:0 für Großenwieden von Schiedsrichter Werner Neumann abgebrochen, nachdem ein Zuschauer dem Fischbecker Spieler Hannes Sagebiel eine blutige Nase verpasst hatte. Der Person droht eine Anzeige wegen Körperverletzung, denn Sagebiel erlitt laut Fischbecks Trainer Matthias Hänel „einen doppelten Nasenbeinbruch“, der wohl operiert werden muss.

veröffentlicht am 26.05.2014 um 18:10 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:41 Uhr

Zuvor überschlugen sich in der hitzigen Schlussphase die Ereignisse: In den letzten zehn Spielminuten seien die Fischbecker von ihren Gegenspielern etliche Male getreten und geschlagen worden, was der Schiedsrichter nicht gesehen habe, so Hänel. Nach einem – aus Sicht der Fischbecker – rotwürdigen Foul eines Großenwiedeners, der Martin Wegener von hinten in die Beine getreten haben soll, eskalierte dann die Situation. Auf beiden Seiten lagen die Nerven blank. Es soll eine Rudelbildung mit hitzigen Wortgefechten und Schubserereien zwischen den Streithähnen gegeben haben. Es gab laut Hänel auch ein „Handgemenge zwischen den Trainern“. Als sich dann zunächst die Gemüter etwas zu beruhigen schienen, eskalierte die Situation erneut, als Fischbecks Trainer im Gesicht von einem Kühlpad getroffen wurde, das ein Großenwiedener Spieler auf ihn geworfen habe. „Alles ist durch Videos und Fotos belegbar“, so Hänel. Großenwiedens Co-Trainer Marten Pape schildert die Situation so: „Nach dem klaren Foulspiel von unserem Spieler, das der Schiedsrichter auch zu Recht ahndete“, seien nahezu alle Fischbecker Ersatzspieler, der TSC-Trainer und andere Personen auf den Platz gestürmt. Nach der roten Karte für einen TSC-Spieler schienen sich die Wogen zunächst wieder zu glätten. Bis Fischbecks Coach auf Großenwiedens Trainer losging. „Daraufhin kam es dann wohl zu einer Schubserei zwischen den beiden Trainern“, so Pape. Während des Streits sei ein Fischbecker Spieler zur Auswechselbank des TSV gestürmt. Dieser schlug Großenwiedens Patrick Bendereit „mit beiden Händen ins Gesicht“, so Pape. Kurz darauf sei dann offenbar ein Fischbecker von einer Person ins Gesicht geschlagen worden.

„Um das noch einmal ganz klar zu sagen: So etwas hat im Fußball nichts zu suchen! Ich denke, in diesem Fall haben alle Beteiligten ihren Teil zur Eskalation beigetragen und alle sollten sich hinterfragen“, so Pape. „Wir vom TSV Großenwieden bedauern den Vorfall zutiefst und wünschen dem verletzten Spieler eine schnelle Genesung.“ aro



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