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Nach Kopfnuss an Magaschütz: Heute mündliche Verhandlung im „Fall Demirkaya“

"Fall Demirkaya": Heute mündliche Sportgerichtsverhandlung

Fußball (aro). Es ist soweit: Heute wird der „Fall Demirkaya“, der im Dezember für viel Diskussionsstoff in der heimischen Fußball-Szene sorgte, mündlich vor dem Sportgericht des NFV-Kreises Hameln-Pyrmont verhandelt – unter Vorsitz von Wilhelm Grupe (TSC Fischbeck).

veröffentlicht am 18.01.2012 um 23:59 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 10:41 Uhr

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Fußball (aro). Es ist soweit: Heute wird der „Fall Demirkaya“, der im Dezember für viel Diskussionsstoff in der heimischen Fußball-Szene sorgte, mündlich vor dem Sportgericht des NFV-Kreises Hameln-Pyrmont verhandelt – unter Vorsitz von Wilhelm Grupe (TSC Fischbeck). Rückblick: Baris Demirkaya (SV Lachem) hatte vor etwa einem Monat in der Vorrunde des Hilligsfelder TBH-Cups Daniel Magaschütz (TSG Emmerthal) eine Kopfnuss verpasst. Eine Rote Karte sah der Lachemer, der sich inzwischen öffentlich für seinen Kopfstoß entschuldigte („Es tut mir leid!“), für die Tätlichkeit damals aber nicht, weil Schiedsrichter Rüdiger Gereke nach eigener Aussage den Vorfall nicht sehen konnte, weil ihm der Emmerthaler Manuel Capobianco die Sicht verdeckte. Dass etwas vorgefallen sein muss, erkannte Gereke erst, als er die blutende Nase von Magaschütz sah. Lediglich die Verletzung des Spielers vermerkte der Schiedsrichter im Spielberichtsbogen. Aufgrund der öffentlichen Berichterstattung in der Dewezet, die auf ein im Internet veröffentlichtes Video hinwies, entschloss sich der geschäftsführende Vorstand des Kreisfußball-Verbandes, die Einleitung eines Sportgerichtsverfahrens zu beantragen, um den Sachverhalt mithilfe des Videobeweises und Zeugenaussagen aufzuklären und den Spieler wegen einer Tätlichkeit nachträglich zu bestrafen. Nun droht Demirkaya eine lange Sperre. In der Rechts- und Verfahrensordnung des Niedersächsischen Fußballverbandes steht unter Paragraf 43 (Strafbestimmung gegen Spieler) u. a., dass „Tätlichkeiten jeder Art während des Spiels, auf dem Weg zum oder vom Spielfeld oder in der Kabine bis zum Verlassen der Sportanlage“ bis zu zwölf Monate Sperre nach sich ziehen können. Auch eine Geldstrafe bis 250 Euro ist möglich.

In einem Internet-Video ist zu sehen, wie Emmerthals Daniel Magaschütz (links) mit blutender Nase am Boden liegt. Quelle: STW Sports



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