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Halvestorfer Kellerderby gegen OSV

Es wird Zeit, dass bei der SSG der Knoten platzt …

Nach der 0:2-Pleite im Landesliga-Derby gegen Tündern gönnte sich Halvestorfs Keeper Fabian Moniac erst mal eine leckere Rostbratwurst. Die lag ihm bestimmt nicht so schwer im Magen wie die achte Saisonniederlage der SSG: „Wir standen schon vor dem Spiel mit dem Rücken zur Wand“, sagte Moniac wenig später. Frisch geduscht, aber immer noch angefressen, weil es momentan am Piepenbusch nicht so läuft, wie er sich das vorgestellt hat.

veröffentlicht am 28.10.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:26 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Nach der 0:2-Pleite im Landesliga-Derby gegen Tündern gönnte sich Halvestorfs Keeper Fabian Moniac erst mal eine leckere Rostbratwurst. Die lag ihm bestimmt nicht so schwer im Magen wie die achte Saisonniederlage der SSG: „Wir standen schon vor dem Spiel mit dem Rücken zur Wand“, sagte Moniac wenig später. Frisch geduscht, aber immer noch angefressen, weil es momentan am Piepenbusch nicht so läuft, wie er sich das vorgestellt hat. Schon 38 Gegentore in nur elf Partien nagen auch am Selbstvertrauen der Halvestorfer Nummer eins. Auch SSG-Kapitän Josef Selensky, der das Derby gegen seinen Ex-Klub unbedingt gewinnen wollte, war hinterher maßlos enttäuscht: „Was soll ich sagen? Scheißtag“, nahm Selensky kein Blatt vor den Mund.

Sein Frust ist verständlich, denn es war auch gegen Tündern mehr möglich. Die SSG hatte die Partie über weite Strecken im Griff. Doch statt selbst Tore zu schießen, kassierten die Halvestorfer zwei: „Wir kommen da unten einfach nicht raus“, ärgerte sich Selensky. Der Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen wächst und wächst. Sieben-Punkte-Rückstand zum rettenden Platz zwölf, auf dem momentan Fortuna Sachsenroß steht, sind vor dem Kellerderby am Samstag (14 Uhr) gegen den Tabellen-14. OSV Hannover eine schwere Hypothek. Zumal mit Anatoli Deck und Eugen Fabrizius gleich beide Torjäger ausfallen. Und auch Björn Bertram, der gegen Tündern verletzt ausgewechselt werden musste, ist morgen nicht dabei. Somit muss SSG-Coach Sakir Urunow wie schon so oft in dieser Saison improvisieren.

Kein Wunder, dass sich Selensky, was den angepeilten Klassenerhalt angeht, Sorgen macht: „Die Uhr tickt und tickt. Es ist nicht fünf vor zwölf, es ist schon zwölf.“ Im Klartext: Für die SSG zählt im Kellerduell nur ein Sieg, um Boden in der Tabelle gutzumachen. Ein Unentschieden wäre in diesem „Sechs-Punkte-Spiel“ zu wenig. Das weiß auch SSG-Coach Sakir Urunow, der nach der Niederlage in Tündern zwar enttäuscht war: „Aber das Leben geht weiter.“ Auch wenn im Derby die erhoffte Wende nicht gelang, schon gegen Wunstorf und Bavenstedt zeigte die Formkurve der SSG nach oben. Aber nun wird es langsam Zeit, dass der Knoten auch platzt …

Maßlos enttäuscht: Halvestorfs Keeper Fabian Moniac schlich nach der 0:2-Derbypleite in Tündern mit hängendem Kopf von der Hamelner Kampfbahn.

Foto: aro



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