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Hastenbecks langjähriger Fußball-Chef Joachim Wille tritt überraschend zurück

„Es macht mir keinen Spaß mehr“

Hastenbeck. Vorhang zu – Ende einer Fußball-Tragödie in drei Akten. Der SV Hastenbeck wird auch am kommenden Sonntag bei RW Hessisch Oldendorf mangels Personal nicht antreten können und beendet damit das Kapitel Kreisliga auf wohl unbestimmte Zeit.

veröffentlicht am 15.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:37 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Der Klub vom Reuteranger gilt damit laut den Statuten als erster Absteiger und könnte in der neuen Saison wieder ein Team für die 1. Kreisklasse melden. Die 2. Herren wird dagegen weiter in der 3. Kreisklasse am Spielbetrieb teilnehmen. Doch der sportliche Kollaps scheint nicht genug zu sein, denn es kommt noch viel dicker für den SV Hastenbeck.

„Am 31. August ist für mich Schluss. Das habe ich dem Vorstand mitgeteilt“, nimmt nun Spartenleiter Joachim Wille überraschend seinen Hut. Und das nach über 30 Jahren aufopferungsvoller Arbeit hinter den Kulissen. „Es macht mir keinen Spaß mehr. Nach den durchweg negativen Entwicklungen der letzten Zeit benötige ich dringend Abstand. Sonst bekomme ich noch einen seelischen Knacks. Und das will ich nicht“, erklärt der 60-Jährige seine Beweggründe.

Leichtgemacht hat er sich diese Entscheidung nach einigen schlaflosen Nächten jedenfalls nicht, aber sie musste eben sein. Zu tief sitzt bei Joachim Wille die Enttäuschung über den „schleichenden Tod“ der 1. Herrenmannschaft. Auch deshalb, weil er trotz des großen Engagements am plötzlichen Spielerschwund rein gar nichts ändern konnte. Kein Verständnis hat er vor allem für die zum Teil mangelhafte Einstellung der jüngeren Fußballgarde. „Für die meisten Spieler zählen heutzutage doch keine Zusagen und Versprechungen mehr. Wenn einer mit ein paar Euro lockt, sind sie doch weg. Auf was soll man sich da als kleiner Verein denn noch verlassen. Planen kann man so nicht“, redet Wille Klartext. Dass sich daran etwas ändern wird, will er nicht glauben. Viel wird der 60-Jährige damit aber auch nicht mehr zu tun haben. „Ich erledige jetzt bis Monatsende noch die angefallenen organisatorischen Dinge in der Fußballabteilung, dann ist es gut“, lässt der scheidende Spartenleiter durchblicken. Aber niemals geht man bekanntlich so ganz, auch Joachim Wille nicht ...



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