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Fußball: Preussen-Manager Kierakowitz baut auf Stelzer und Bartolillo – und nimmt Spieler in die Pflicht

„Es gibt keine Ausreden mehr“

HAMELN. Die Trainerfrage ist beim Fußball-Bezirksligisten FC Preussen Hameln 07 geklärt.

veröffentlicht am 11.12.2017 um 14:55 Uhr
aktualisiert am 11.12.2017 um 15:30 Uhr

Bleiben am Ruder: Hamelns Trainer-Duo Ansgar Stelzer und Gaetano Bartolillo genießt weiterhin vollstes Vertrauen. Foto: nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Pleiten, Pech und Pannen – der FC Preussen ließ in einer unterirdischen Hinserie nun wirklich keine sportliche Malesse aus. Mit großen Ambitionen im Sommer als strahlender Aufsteiger gestartet, wurde die Fußball-Bezirksliga für 07 schnell zum sportlichen Albtraum. Selbst ein schneller Trainerwechsel nach dem sechsten Spieltag entpuppte sich als Rohrkrepierer. Schaffte Uwe Filla während seines Teilzeitjobs wenigstens noch zwei Siege, blieben seine Nachfolger Ansgar Stelzer und Gaetano Bartolillo bei neun Versuchen gänzlich ohne Dreier und wurden bis auf den vorletzten Tabellenplatz durchgereicht. Ein Desaster für 07. Die Frage aller Fragen lautet nun: Wer kann die Preussen noch retten – oder ist der Abstieg schon vorprogrammiert?

Hamelns Manager Toni Kierakowitz hatte unlängst angedeutet, die Trainerfrage im Winter noch einmal von allen Seiten zu beleuchten. Hat er auch ausgiebig getan und unter anderem mit Michael Wehmann (Eimbeckhausen) verhandelt. Doch seine Entscheidung kommt dann doch für viele überraschend: „Wir bauen weiter auf Ansgar Stelzer und Gaetano Bartolillo. Beide sind hoch motiviert. An ihrer Trainingsarbeit gibt es rein gar nichts auszusetzen“, ließ er die Bombe platzen. Aber woran hat es denn dann gelegen? „Ganz klar an der Einstellung der Spieler. Es reicht in der Bezirksliga nicht aus, nur einmal die Woche zu trainieren. Die müssen sich jetzt alle an die eigene Nase fassen und den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen. Die Zeit der Ausreden ist eindeutig vorbei“, so die klare Ansage des 07-Managers.

Dabei sollen auch mindestens vier Neuzugänge in der Winterpause helfen. Ganz oben auf der Liste steht dabei Jannik Denker vom TSV Bis-perode. „Ein sehr interessanter Spieler, der auch sehr gut zu uns passen würde“, ließ sich Toni Kierakowitz entlocken. Festgezurrt wurde der Wechsel aber noch nicht, zumal der Mittelfeldstratege auch ein Angebot vom Landesligisten Bad Pyrmont haben soll. Bedarf herrscht bei 07 aber auch noch in der Defensive und im Angriff, wo Torjäger Sebastian Latowski bislang den Alleinunterhalter geben musste. Vor dem Absprung stehen dafür Seyhmus Karayilan, der mit dem SV Lachem liebäugelt, und Alan Kabak, dessen Ziel aber noch nicht bekannt ist. Der Auftrag für Stelzer und Bartolillo ist dagegen schon klar. „Wir wollen nach der Winterpause noch mindestens 25 Punkte holen“, so Kierakowitz.

Gefordert: Die 07-Spieler sollen sich an die eigene Nase fassen. nls
  • Gefordert: Die 07-Spieler sollen sich an die eigene Nase fassen. nls
Mein Standpunkt
Roland Giehr
Von Roland Giehr

Vertrauen im Fußball ist immer gut und ein Trainerwechsel schon lange kein Allheilmittel mehr. Aber wer nicht absteigen will, muss im Misserfolg handeln. In diesem Fall hätte ein frischer Wind die verkrusteten Strukturen bei 07 noch einmal kräftig durchpusten können. Die Chance wurde vertan, denn jetzt hilft nur noch ein Wunder.

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