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Bisperodes Trainer träumt heute vom Einzug der Münchener in das Champions-League-Finale

Erwischt! Bayern-Fan Pöhler trägt Klopps Kult-Kappe

Gestatten, Pöhler! Der Name ist in Deutschland Programm, seit er dick und fett „Kloppos“ Kappe ziert. Nun, die Kult-Mütze hat er zwar selber, aber mit Meister Borussia Dortmund nichts am Hut. Im Gegenteil: Das Herz von Marcel Pöhler schlägt nur für den FC Bayern. Und das schon seit 1979.

veröffentlicht am 25.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

Roland Giehr

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Sportredakteur zur Autorenseite

Damals war der gelernte Buchhalter gerade acht Jahre jung, nun ist er 40. Eine lange Zeit, in der er natürlich auch schon längst Vereinsmitglied beim deutschen Rekordmeister geworden ist. Eben eine Fan-Freundschaft fürs Leben. Deshalb gilt auch für Marcel Pöhler heute Abend: Mailand oder Madrid – Hauptsache, München. „Mein großer Finaltraum geht in Erfüllung, denn Real Madrid liegt den Bayern“, ist sich der Trainer des TSV Bisperode II eines bajuwarischen Triumphes im Halbfinale der Champions League sicher. Den dann fälligen obligatorischen Trikot-Kuss hat Marcel Pöhler schon tausendmal geübt. Der sitzt einfach und wird beim vollzogenen Finaleinzug wohl zwangsläufig zum Kussfestival ausarten. Dennoch bei aller Euphorie und allem Optimismus, ein bisschen Bammel vor einer Pleite im Estadio Santiago Bernabéu bleibt. „Ich hoffe, die Abwehr um Jerome Boateng hat diesmal einen guten Tag und leistet sich keine Schnitzer“, weiß Pöhler um die vermeintlichen Schwächen der Elf von Trainer Heynckes. Das „saudumme Gegentor“ aus dem Hinspiel ist schließlich noch nicht vergessen. Gleichwohl weiß der ehemalige Mittelfeldstratege aber auch, dass im Vorwärtsgang der Münchner immer was geht. „Gomez, Ribery oder Robben, einer wird schon treffen“, meint der 40-Jährige und freut sich auf die Übertragung im TV. Und wie es sich gehört, sitzt er dabei nicht allein auf dem heimischen Sofa, sondern mit rund 40 Fußball-Fans im neuen Gemeinschaftsraum des TSV in der Bisperoder Schule.

„Da geht bestimmt die Post ab“, hofft Pöhler auf eine weitere magische Nacht mit seinem Klub. Auch wenn nicht jeder ein Sympathisant des Starensembles von der Isar ist, „heute spielt der FC Bayern auch für Deutschland“, findet der 40-Jährige. Und zwar um wichtige Punkte im Kampf um die Plätze in der Königsklasse. Aber natürlich in erster Linie auch um den Finalzug vor heimischer Kulisse am 19. Mai. Der Traum, live dabei zu sein, wird sich für Marcel Pöhler wohl kaum erfüllen. „Die Karten sind längst weg und irgendwelche Hammerpreise auf dem Schwarzmarkt will ich nicht zahlen“, bleibt ihm im Fall der Fälle wenigstens noch die Flimmerkiste.



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