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Fußball: Tündern nur 2:2 / Rot für Gurgel

Erst zwei Tänzchen – dann Tristesse

BEZIRK HANNOVER. Vier Tore, drei Elfmeter, zwei Platzverweise: Fußball-Landesligist Blau-Weiß Tündern reichte beim 2:2 im Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten TSV Godshorn eine 2:0-Führung nicht zum schon fast sicher geglaubten Sieg.

veröffentlicht am 22.10.2017 um 12:28 Uhr

Da war die Schwalben-Welt noch in Ordnung: Ugur Aydin beim Jubeltänzchen mit Jannik Hilker. nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Das noch nicht ganz fertige Buch „Die zwei Gesichter der Schwalben“ ist um ein weiteres Kapitel reicher. Denn es bleibt irgendwie dabei: Fußball-Landesligist HSC BW Tündern fehlt im Moment einfach die nötige Konstanz und Konzentration für beide Halbzeiten.

Diesmal wurde der Hamelner Kunstrasen erst zur Tanzfläche – dann stockte der Elan und es regierte letztlich Tristesse im blau-weißen Lager. Und so gab das Ensemble von Trainer Siegfried Motzner eine schnelle 2:0-Führung leichtfertig aus der Hand und schenkte dem Abstiegskandidaten TSV Godshorn beim finalen 2:2 quasi noch einen Punkt.

Die Gründe dafür wird der Coach, der im Vorfeld schon die schwache Trainingsbeteiligung monierte, nun sicherlich intern akribisch analysieren. Aber es gibt auch noch eine positive Nachricht: Der Aufsteiger blieb damit auch im siebten Spiel in Serie ohne Niederlage und holte damit 15 Punkte. Als Ugur Aydin nach 19 Minuten schon zwei Elfmeter sicher verwandelt hatte, sprang Tündern in der imaginären Blitztabelle sogar auf Platz zwei. Eine schöne Momentaufnahme, denn dann überschlugen sich plötzlich die Ereignisse. Nun wurde es hektisch. Zunächst sah TSV-Torjäger Hendrik Göhr (23.) die Ampelkarte, dann wanderte auch noch Tünderns Adrian Gurgel (33.) mit Rot vorzeitig unter die Dusche. Und weil der HSC nun ein wenig die Übersicht verlor, schaffte Charin Huxohl (41.) sogar noch den Anschlusstreffer. Den veredelte Carlo Thiele (53.) für Godshorn per Elfmeter dann noch zum 2:2-Endstand. Aber nur, weil sich Tünderns Angreifer auch im zweiten Durchgang am Auslassen hochkarätiger Torchancen fast überboten und TSV-Torhüter Fabian Röseler damit zum Mann des Tages aufbauten.

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