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„Erst Punkte, dann Pizza“

SG 74-Abwehrstratege Bashkim Gutaj will gegen Hagen nichts anbrennen lassen

veröffentlicht am 31.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

Klaus Frye

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Sportreporter zur Autorenseite

Hameln. Für Bashkim Gutaj ist das Bezirksliga-Derby gegen Germania Hagen fast so etwas wie ein Klassentreffen. Denn wenn morgen (15 Uhr) in der Hamelner Nordstadt die Partie der SG Hameln 74 gegen die Germanen angepfiffen wird, kennt der SG-Abwehrspieler fast alle Hagener. Mit den meisten seiner Gegenspieler kickte er nicht nur im Germanen-Trikot, sondern auch bei der Spielvereinigung gemeinsam.

Und bei „Alberto“ hat er so manchem ehemaligen Mannschaftskollegen aus der Pyrmonter Zeit schon mal eine leckere Pizza in den Ofen geschoben. Die kleine Pizzeria, seit fast zehn Jahren ein typischer Familienbetrieb, ist die zweite Heimat für den 24-jährigen Elektroniker. „Da darf ich nicht fehlen“, sagt der „Pizzabäcker“, der jedoch nicht aus Italien, sondern 1999 mit seiner Familie aus dem Kosovo nach Bad Pyrmont kam.

Nur wenn der Fußball rollt, muss das Familienunternehmen Gutaj auf Bashkim verzichten. So auch morgen, wenn er mit der SG 74 den Spitzenplatz in der Bezirksliga mit einem Sieg gegen Hagen verteidigen will. Drei Punkte gegen seinen Ex-Verein sind fest eingeplant, denn spielerisch und konditionell sieht er die SG klar im Vorteil: „Wir sind einfach topfit.“ Entscheidend ist für Gutaj vor allem das starke Mittelfeld: „Da haben wir deutliche Vorteile.“ Auch dank Spielmacher Jannik Hilker, der für Bashkim Gutaj „das Herz der Mannschaft“ ist. Dazu hält er große Stücke auf seinen Coach Paul Bicknell, unter dem er schon als Jugendlicher bei Preußen Hameln trainierte.

Für den gebürtigen Kosovaren sind die Machtverhältnisse zwar schon im Vorfeld geklärt, doch auf die leichte Schulter nimmt er Germania Hagen keinesfalls: „Wenn die einen guten Tag erwischen, können die uns durchaus ärgern.“ Deshalb steht die Freundschaft, die ihn immer noch mit einigen Hagenern wie Niklas Frye, Jannik Mundhenk oder Torben Rihn verbindet, morgen nur an zweiter Stelle. An der Heinestraße soll nichts anbrennen, deshalb heißt es bei Bashkim Gutaj „erst Punkte, dann Pizza“.

Die Germanen gehen zwar mit Kampf und großer Leidenschaft ins Spiel, doch das allein wird kaum reichen. Trainer Steffen Hüsing weiß, was ihn in der Nordstadt erwartet: „Da müssen wir uns schon um 200 Prozent steigern, wenn wir nicht untergehen wollen.“



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