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Rot-Weiß Hessisch Oldendorf prüft rechtliche Schritte gegen Emmerthaler Spieler

Erbek: „Die Grenze ist überschritten“

Hessisch Oldendorf. Die 1:2-Niederlage in der Fußball-Kreisliga bei der TSG Emmerthal rückte beim Spitzenreiter Rot-Weiß Hessisch Oldendorf schnell in den Hintergrund. Denn plötzlich gab es noch eine dritte Halbzeit und in der avancierte ein Emmerthaler Spieler (Name der Redaktion bekannt) zum Hauptdarsteller.

veröffentlicht am 18.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

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Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Der hatte sich im Vorfeld der Begegnung bei Facebook mit der Ansage „volle Attacke und die Türken wieder in ihr Loch schicken“ gehörig in der Wortwahl verdribbelt und damit für reichlich Zündstoff gesorgt. Kurios: Die Nachricht wurde im internen Zirkel an einen türkischen Teamkollegen gepostet. Aber was bleibt in diesen Zeiten schon geheim? Fast zwangsläufig erfuhr auch der Klub aus Hessisch Oldendorf davon. Und das trieb Sportchef Ugur Erbek die Zornesröte ins Gesicht: „Wir lassen uns vieles gefallen, aber jetzt ist Schluss. Irgendwann ist die Grenze überschritten und das hat er damit gemacht. Wir werden rechtliche Schritte einleiten, damit solche einzelnen Personen eine Lektion bekommen“, machte er seinem Ärger Luft.

Der Emmerthaler hat sich indessen für sein Fehlverhalten bei den Rot-Weißen entschuldigt und bekräftigte zudem, dass es absolut keine rassistischen Hintergründe gibt. Warum auch? „Unser Trainer Tarik Önelcin ist selbst Türke und ich habe auch viele türkische Freunde. Ich habe überhaupt keine Probleme damit“, stellte er klar. Aber was sollte diese Ansage denn bezwecken?

„Bei der Ersten ist es in letzter Zeit sportlich nicht so gut gelaufen und das war ein ganz wichtiges Spiel. Da wollte ich unsere Jungs nur noch einmal zusätzlich motivieren. Mehr nicht. Es tut mir leid, wenn das bei einigen völlig falsch rübergekommen ist“, lautet seine Erklärung. Auch die Verantwortlichen der TSG distanzieren sich von derartigen Äußerungen. „Wir haben absolut nichts gegen Ausländer, sind selbst ein Verein mit vielen Migranten“, stellte Spartenleiter Karl-Heinz Koch fest. Gleichwohl hätte er sich gewünscht, dass diese unangenehme Angelegenheit intern unter den beiden Klubs geregelt worden wäre.

Wie im Vorjahr, als es bei der Begegnung zwischen Emmerthal III und RW Hessisch Oldendorf II zu massiven Beschimpfungen kam. „Da wurden wir im Eifer des Gefechts auch als scheiß Deutsche tituliert. Wir haben das aber nicht an die große Glocke gehängt“, erinnert sich Koch. „Auf dem Platz wird viel erzählt, da sind auch wir keine Kinder von Traurigkeit. Doch die Nummer bei Facebook geht eindeutig zu weit“, legte Ugur Erbek nach.



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