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Dewezet-Umfrage: Soll die Kreisliga auf 14 Teams reduziert werden? Auch Saisonverlängerung ist ein Thema

Englische Wochen sind ein Problem

Hameln-Pyrmont. Die vielen englischen Wochen in der Kreisliga sind für die Mannschaften ein großes Problem. Auch Börrys Coach Dirk Brockmann kann werktags oft nur mit einer Notelf antreten, weil Spieler aufgrund ihres Jobs oder Studiums fehlen. „Wir sollten darüber nachdenken, ob eine 16er Staffel in der Kreisliga noch sinnvoll ist. 14 Teams reichen auch“, meint Brockmann. Die englischen Wochen wären seiner Meinung nach nicht nötig, „wenn zumindest noch zwei Wochen im Juni gespielt werden könnte“. Sein Vorschlag wird in der Kreisliga kontrovers diskutiert.

veröffentlicht am 29.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:55 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Rolf Schünemann (RW Hess. Oldendorf): „Ich stehe absolut hinter Dirk Brockmanns Vorschlag. Es würde die Kreisliga zusätzlich auch wieder interessanter machen, da es auch die Leistungsdichte beeinflusst.“

Michael Klimasch (TSV Grohnde): „Ich bin der Meinung, die Kreisliga bei 16 Teams zu belassen, denn wenn – wie so oft in den vergangenen Jahren – Vereine vor der Saison ihre Mannschaft zurückziehen, spielen irgendwann nur noch 11, 12 oder 13 Mannschaften in der Kreisliga. Die Saison zu verlängern, wäre eine Möglichkeit. Ich frage mich sowieso, warum bei besten Wetterbedingungen kein Fußball mehr gespielt wird? Man sollte sich mal insgesamt die Frage stellen, warum wird Fußball nicht von März bis November gespielt?“

Christian Kolb (TuS Rohden): „Ich halte nicht viel von dem Vorschlag, dass die Kreisliga verkleinert wird. Je weniger Teams, desto unattraktiver wird die Liga. Mein Vorschlag wäre, dass man z. B. die Feiertage mehr mit einbezieht. Da kriegt man auch das eine oder andere Spiel unter. Am wichtigsten fände ich es aber, dass in Zukunft verstärkt kontrolliert wird, wenn Spiele wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werden. Manche Vereine haben sich das mittlerweile schon fast zum Hobby gemacht, bei schönstem Wetter morgens vor dem Spiel anzurufen und das Spiel abzusagen. Es sind auch komischerweise immer die gleichen Vereine. Hierfür sollte man eine Lösung finden. Dann bin ich mir sicher, dass es in Zukunft deutlich weniger Nachholspiele geben wird.“

Olaf Piening (BW Salzhemmendorf): „14 Mannschaften sind gut, 16 wären aus sportlicher Sicht besser und interessanter. Ich bin dafür, dass die Saison bis Juni verlängert wird, damit die Wettbewerbsverzerrung mit den Wochenspielen aufhört. Studenten, Zeitsoldaten, Monteure sind werktags leider zu oft abwesend.“

Dirk Schumachers (SSV Königsförde): „Ich bin gegen eine Reduzierung der Kreisliga. Die englischen Wochen sollten gestrichen und dafür die Saison bis Juni verlängert werden. Im Winter sollte bis Weihnachten so lange gespielt werden, wie es wettertechnisch möglich ist. Dafür sollte die Hallensaison gestrichen werden. Die Rückrunde sollte Mitte Januar beginnen, sofern das Wetter mitspielt. Somit könnten alle Spiele an Wochenenden stattfinden und die Liga könnte sogar auf 18 aufgestockt werden, die Zeit ist gegeben und es gibt Anreize für Vereine, aufzusteigen.“

Michael Greve (SG Marienau): „Das Thema ist ja nicht neu und begleitet mich seit 15 Jahren! Ich würde die Kreisliga auf 14 Team reduzieren, so wie es auch die NFV-Satzung aktuell hergibt. Persönlich habe ich seit Kindertagen an nie verstanden, warum im Juni selten ein Pflichtspiel gespielt wird. Jede WM oder EM findet in diesem Monat statt. Blickt man dann aber auf die Statuten, hängt es wohl an den Verbänden (DFB und NFV). Dort wird ein Rahmenspielplan vorgegeben, an den man sich wegen der Relegation um den Auf- und Abstieg halten muss.“

Stefan Gluba (WTW Wallensen): „Die vielen Wochenspielen sind wirklich ein großes Problem. Eine Reduzierung halte ich für nicht gut. Da die Spieler eh in den Urlaub fahren, wann sie wollen, muss man sich auch nicht an die Ferien halten. Mein Vorschlag: eine Woche früher beginnen und bis Mitte Dezember spielen. Nachholspieltage vorher festlegen: zum Beispiel Ostern oder Pfingsten. Das dürfte reichen, in anderen Klassen geht’s ja auch. Und man muss bedenken, dass eine Verletzung dazu führt, dass man als Trainer den Spieler mehrere Spiele nicht dabei hat. Also weg mit den vielen Wochenspielen. Das liegt mir sehr am Herzen.“

Axel Marahrens (Eintracht Afferde): „So wie es ist, ist es eine gute Lösung. Mit der Situation, dass ab und zu Spieler fehlen, muss man leben. Das Problem mit den vielen englischen Wochen haben wir auch, weil manchmal selbst bei gutem Wetter aus merkwürdigen Gründen Spiele kurzfristig abgesagt werden, obwohl gespielt werden könnte. Und sollte ein Platz tatsächlich unbespielbar sein, besteht ja immer noch die Möglichkeit, das Heimrecht zu tauschen, wie es Rot-Weiß Hessisch Oldendorf mit uns gemacht hat. Das ist immer noch besser, als die Spiele ausfallen zu lassen.“

Alexander Liebegott (FC Latferde): „Meiner Meinung nach sind 14 Teams in einer Liga zu wenig. 16 Mannschaften sind meines Erachten das Minimum. Sicherlich kann man ein oder zwei Wochen in den Juni hineingehen, dann sollte aber Schluss sein. Das Problem, was ich sehe, ist die frühzeitige Sperrung der Plätze bei schlechtem Wetter. Da sollte eine Regelung gefunden werden. Dann würde dieses Problem kaum beziehungsweise gar nicht auftauchen.“

Kreisliga, 22. Spieltag: Eimbeckhausen - Wallensen, Emmerthal - Rohden (beide Sa., 16 Uhr), Königsförde - Salzhemmendorf, Latferde - Hess. Oldendorf, Lachem - Marienau, Tündern II - Börry (alle So., 15 Uhr)

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