weather-image
×

Nach acht Monaten Pause wieder fit

Ende der Leiden: Oliver hat wieder Bock auf Fußball

Fußball. Viele haben Rücken, manche auch Kreislauf – doch Oliver Bock hatte was viel Schmerzhafteres: Schambein. Acht lange Monate ging beim Abwehrspieler von Landesligist SSG Halvestorf gar nichts – wurde Fußball zum Fremdwort. Stattdessen hielt sich der Jungvater mit Kinderwagen-schieben fit und brachte es hier zur Perfektion.

veröffentlicht am 20.08.2010 um 16:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Doch am vergangenen Wochenende war es mit dem Schieben vorbei, hatte Oliver endlich wieder Bock auf Fußball und zeigte beim 1:1 in Mühlenfeld gleich eine Topleistung. So, als wäre er nie weg gewesen. Dabei stand er zuletzt am 1. November 2009 in der Startformation. Danach kamen die Schmerzen und es ging lange Zeit überhaupt nichts mehr. Selbst lockeres Laufen bereitete dem Abwehrspieler große Probleme „Das war eine richtig hartnäckige Sache“, erinnert sich der 28-Jährige nur ungern zurück.

Bei den Spielen seiner Mannschaft fieberte er zwar Woche für Woche am Spielfeldrand mit, doch das war überhaupt nicht sein Ding. „Der Mannschaft kann man nur auf dem Platz helfen“, ist ihm klar geworden. „Zuschauen ist nicht einfach.“ Die erfolgreichen Meisterschafts- und Pokalspiele der letzten Saison haben ihm an der Seitenlinie reichlich Nerven gekostet. Doch seit vier Wochen läuft endlich alles nach Plan. Der junge Vater mischt beim Training wieder kräftig mit.

Vor allem die Physiotherapeuten der Pyrmonter m&i-Klinik machten ihn mit einem optimalen Aufbauprogramm richtig fit. Dabei zeigte sich in erster Linie Kolja Schweins, der im vergangenen Jahr sogar bei der Leichtathletik-WM in Berlin manche Verletzungsprobleme von Weltklasse-Athleten in den Griff bekam, als „wahrer Quälix“. „Aber das war genau der richtige Weg“, ist Oliver Bock heute heilfroh. Denn nach acht Monaten Zwangspause war er in Mühlenfeld als Turm in der Schlacht schon fast wieder der Alte. Für seine starke Vorstellung nannte der typische „Teamplayer“ auch gleich den Grund: „Gut spielen kann man nur, wenn die Mannschaft harmoniert.“

Auf ein kompaktes Mannschaftsgefüge der SSG setzt Bock auch am Sonntag, wenn um 15 Uhr das Spiel gegen den FC Germania Egestorf-Langreder am Piepenbusch angepfiffen wird. Da trifft er zwar auf Andreas Baranek, seinen alten Spezi aus Pyrmonter Zeiten, doch ein Gastgeschenk wird er ihm nicht überreichen.

„Wenn ich auflaufe, sind drei Punkte immer mein Ziel“, machte er nach dem Abschlusstraining deutlich. Bock bleibt aber auch Realist: „Selbst ein Punkt könnte später Gold wert sein, denn auf uns wartet als Aufsteiger eine hammerharte Saison.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt