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Elfmeter-Krimi in Großenwieden – Siebert der tragische Held

HAMELN-PYRMONT. Der SSV Königsförde und der TSV Nettelrede dürfen weiter vom Kreispokalsieg träumen. Nach einem Elfmeter-Krimi gewann Königsförde mit 9:8 (2:2/0:0) in Großenwieden. Nettelrede löste mit einem 4:0 (4:0)-Sieg in Hilligsfeld das Ticket für die dritte Pokalrunde.

veröffentlicht am 16.08.2017 um 22:00 Uhr

Rettete seine Großenwiedener erst ins Elfmeterschießen und vergab dann den entscheidenden Versuch: Dennis Siebert. Foto: awa
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TSV Großenwieden – SSV Königsförde 8:9 n.E. (2:2/0:0).

Ein wahrer Krimi entwickelte sich in Großenwieden. Erst im Elfmeterschießen musste sich der TSV geschlagen geben. Der entscheidende Versuch vom sonst überragenden Dennis Siebert wurde von Königsfördes Keeper pariert. Zunächst trafen beide Mannschaften in ihren fünf Versuchen je viermal, ehe es ins „Shooutout“ ging. Der dritte Schuss von Siebert wurde schließlich pariert. In den vorangegangen 90 Minuten blieb es lange torlos. Erst in der Schlussphase ging es Schlag auf Schlag: Zunächst köpfte Fabian Blaha nach einer Ecke von Michel Brockmann zur „Köfö“-Führung ein, ehe Marten Pape mit einem Kopfball aus 18 (!) Metern nur 180 Sekunden später für den Ausgleich sorgte. Anschließend jubelte der Vorbereiter selbst: Brockmann zog aus 16 Metern ins kurze Eck ab und traf zum 2:1 für den SSV. Anschließend war Siebert in der 89. Minute nach einem Ecckball von Pape zur Stelle und rettete seine Farben ins Elfmeterschießen. „Die Mannschaft hat heute Großes geleistet. Uns haben elf Mann aus der ersten Herren gefehlt, sodass drei Spieler aus der Zweiten und drei aus der Altherren einspringen mussten. Die Elf, die auf dem Platz war, hat noch nie zusammen trainiert oder gespielt. Dafür hat sie ihre Sache super gemacht. Am Ende sind wir nicht böse drum, dass es jetzt im Kreispokal vorbei ist. Mit unserem Kader, der durch Verletzungen und Schichtarbeit sehr eng bemessen ist, wird es schon in der Liga schwierig genug. Die nächste Runde hätten wir wohl personell kaum bewerkstelligen können“, resümierte TSV-Coach Lars Deppe am Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Tore: 0:1 Fabian Blaha (72.), Marten Pape (75.), 1:2 Michel Brockmann (83.), 2:2 Dennis Siebert (89.).

TB Hilligsfeld – TSV Nettelrede 0:4 (0:4).

Wenig Spannung kam im Duell zwischen dem TBH und Nettelrede auf. Dabei sei ein Klassenunterschied zwischen den Hausherren aus der 2. Kreisklasse und dem Kreisligisten laut Hilligsfelds Sprecher Bernd Hensel kaum auszumachen gewesen. „Viel mehr haben individuelle Fehler in der Abwehr dazu geführt, dass wir in der ersten Halbzeit bereits mit 0:4 zurückgelegen haben“, so Hensel. David Roman nutzte die Schläfrigkeit der Gastgeber bereits in der 16. Minute als, als diese auf Abseits spekulierten und kollektiv abschalteten. Mirco Imhoff, Julian Martens und erneut Roman machten zur Pause schließlich alles klar. Im zweiten Durchgang blieb den Hausherren der Ehrentreffer verwehrt. TSV-Keeper Niklas Herfeld parierte einen Versuch von Louis Heucke und war auch sonst nicht vom TBH-Angreifer sowie Maurice Schrader zu überwinden. „Wir wollten Nettelrede eigentlich ärgern. Am Ende hat es leider nicht gereicht. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Liga, da haben wir noch viel vor“, deutete Hensel auf die „Mission 2018“ hin, in der der Aufstieg in die 1. Kreisklasse gelingen soll.

Tore: 0:1 David Roman (16.), 0:2 Mirco Imhoff (42.), 0:3 Julian Martens (44.), 0:4 Roman (45.).

Besonderes: Gelb-Rot für Hilligsfeld (90.).



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