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Elfmeter-Gipfel in Klein Berkel: „Köfö“ schlägt TBH im Topspiel

Die SG Königsförde/Klein Berkel feierte im Topspiel der 1. Kreisklasse gegen den TB Hilligsfeld einen 4:3-Heimsieg.

veröffentlicht am 12.09.2021 um 21:34 Uhr

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SG Königsförde/Klein Berkel - TB Hilligsfeld 4:3 (2:2)

Unter der Leitung von Schiedsrichter Mathias Häfemeier setzte sich die SG Königsförde/Klein Berkel im Topspiel der ersten Kreisklasse gegen den TB Hilligsfeld mit 4:3 durch. Beim Torreigen an den Hohen Linden stand der Unparteiische einige Male im Zentrum des Geschehens. Gleich drei Mal entschied Häfemeier auf Elfmeter. „Es waren aber alles berechtigte Elfmeter“, bestätigte SG-Trainer Artjom Grincenko nach der Partie. Gleich den ersten Strafstoß verwandelte TBH-Stürmer Maurice Schrader zur frühen Führung der Gäste. „Wir haben verdient gewonnen und waren klar besser. Leider fangen wir uns durch einen eigenen Fehler früh einen Elfmeter. In der Folge machen wir das Spiel, erzielen den Ausgleich, aber Hilligsfeld bestraft erneut unsere Fehler“, beschrieb der SG-Coach seine Sicht der Dinge. So egalisierte Hilligsfelds Jan Elle mit dem 2:1 für den TBH postwendend den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich des 18-jährigen Danijel van der Linde. „Doch war der erste Durchgang noch nicht vorbei – Granit Karaliti traf für „Köfö“ und markierte den 2:2-Pausenstand. „Wir erzielen wieder den Ausgleich vor der Halbzeit und nehmen uns vor, die Fehler im zweiten Abschnitt einzustellen. Leider kriegen wir dann wieder einen Elfmeter gegen uns, nachdem wir selbst einen bekommen haben“, schilderte Grincenko den ungewöhnlichen Spielverlauf. Sowohl Granit Karaliti auf Seiten der SG als auch erneut Schrader verwandelten vom Punkt, sodass es nunmehr 3:3 stand. In den Schlussminuten stellte jedoch erneut Matchwinner van der Linde die Zeichen auf Sieg, den die Gastgeber letztlich über die Zeit retteten. „Hervorzuheben ist auf jeden Fall Danijel. Der Junge macht 60 Sekunden nach seiner Einwechslung direkt das 1:1 und zusätzlich auch noch das entscheidende 4:3. Außerdem möchte ich noch den ebenfalls 18-jährigen Mirko Pierske hervorheben. Prinzipiell hat aber das ganze Team trotz konditioneller Probleme gut gekämpft, vom Torwart bis zum Stürmer“, lobte Grincenko nach der Partie seine Schützlinge. Hilligsfeld habe über weite Strecken des Spiels nur auf Konter gelauert und selbst wenig für den Spielaufbau getan. Deshalb sei der Sieg auch vollkommen verdient gewesen und man hätte auch noch ein oder zwei Tore mehr machen müssen, betonte Grincenko. Abschließend fügte er hinzu: „Es war enorm wichtig, die drei Punkte heute hierzubehalten. Die kommenden Spiele werden alle nicht einfacher.“

Tore: 0:1 Elfmeter Maurice Schrader (4.), 1:1 Danijel van der Linde (23.), 1:2 Jan Elle (32.), 2:2 Granit Karaliti (38.), 3:2 Elfmeter Granit Karaliti (65.), 3:3 Elfmeter Maurice Schrader (75.), 4:3 Danijel van der Linde (80.).

SG Flegessen/Süntel - BW Salzhemmendorf II 3:1 (0:0)

Die SG Flegessen hat nach der 0:3-Niederlage gegen den Spitzenreiter aus Reher am sechsten Spieltag der 1. Kreisklasse wieder etwas Zählbares mitgenommen. Die Männer von Trainer Wolfgang Schultze gewannen gegen BW Salzhemmendorf mit 3:1. „Das Spiel stand lange auf der Kippe“, gestand der Coach kurz nach der Partie. „Salzhemmendorf hat es uns mit der kompakten Abwehr schwergemacht in diesem körperbetonten Spiel. Unfair war es aber nicht im Geringsten. Wir hatten einfach Probleme, den richtigen Spielfluss zu finden und haben zu viele Abspielfehler im Aufbau gemacht.“ Ein solcher Ballverlust kostete die Gastgeber nach einem verwandelten Foulelfmeter durch Yannick Wagner nach der Pause die Führung. Louis-Phillip Herrmann nutzte diesen aus und verwandelte zum 1:1. „In den letzten zehn Minuten waren wir konditionell einfach stärker, hatten dann noch die eine oder andere Kontermöglichkeit“, resümierte Schultze. So sorgten Dominik Fecho und erneut Wagner per direkt verwandeltem Freistoß für den 3:1-Endstand. „Es war nicht alles Gold, was glänzt. In unserer Situation waren diese drei Punkte aber enorm wichtig“, zeigte sich Schultze aufrichtig. Der Trainer attestierte besonders Wagner, Fecho und Sebastian Krehl eine gute Leistung.

Tore: 1:0 Elfmeter Yannick Wagner (60.), 1:1 Louis-Phillip Herrmann (65.), 2:1 Dominik Fecho (82.), 3:1 Wagner (90.+2).

TSV Germania Reher - BW Tündern III 3:0 (0:0)

Tabellenführer TSV Germania Reher ist auch nach dem sechsten Spieltag weiterhin ungeschlagen. Die Gastgeber besiegten die dritte Mannschaft von Blau-Weiß Tündern mit 3:0. „Es war kein besonders ansehnliches Spiel von uns“, beschrieb TSV-Spielertrainer Tobias Rügge den Spielverlauf. „Tündern hatte in den ersten acht Minuten gute Offensivaktionen und hat die Stürmer gut in Szene gesetzt. Da hatten sie etwas die Oberhand. In der Folge haben wir dann das Zepter übernommen. Bei den wenigen Torchancen vor der Pause war aber nicht allzu viel Brauchbares dabei. Ab dem Sechzehner von Tündern haben wir uns einfach schwergetan.“ Folgerichtig gingen beide Teams mit einem 0:0 in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel kam der TSV besser aus der Kabine. Nico Schmidt sorgte mit einem Schuss von der Sechzehnmeterlinie für die 1:0-Führung der Germania. „Danach hat Tündern die Köpfe hängenlassen, während wir weitergemacht haben“, erklärt der Coach. So fielen im letzten Drittel zwei weitere Tore für die Hausherren. „Beim 2:0 kriegt Philipp Engel nach einer scharfen Hereingabe von Nico Schmidt den Ball an den Kopf. Er konnte gar nicht anders, als den Ball reinzumachen“, beschrieb Rügge abschließend den wohl skurrilsten Treffer des heutigen Nachmittags.

Tore: 1:0 Nico Schmidt (54.), 2:0 Philipp Engel (70.), 3:0 Nico Schmidt (72.)

SC Inter Holzhausen - TSC Fischbeck 2:2 (0:2)

„Ich bin heute wieder zehn Jahre gealtert“, erklärte Inter Holzhausens Sprecher Stefan Bertram nach der Partie gegen den TSC Fischbeck. Die Gastgeber erkämpften sich nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden. „Wir waren die ersten zehn Minuten einfach nicht auf dem Platz und kriegen dann folgerichtig zwei Gegentore aus zwei Kontern“, ärgerte sich Bertram. Bereits in der ersten Spielminute sorgte Namir Ahmed für die 1:0-Führung des TSC. Kurz darauf stellte Christopher Iselhorst auf 2:0 für Fischbeck. „Ansonsten war es eigentlich ein offener Schlagabtausch mit leichten Vorteilen für uns“, beschrieb der Sprecher seine Sicht des Spielverlaufs. „In der 34. Minute mussten wir eigentlich den 1:2-Anschluss machen, aber Fischbecks Schlussmann Benjamin Bolte hat einen Elfmeter von Dipesh Kc sensationell gehalten.“ So dauerte es bis in die Schlussminuten, in denen Michel König und Karsten Pöttgen den Gastgebern doch noch den Punktgewinn bescherten. König setzte sich in der 80. Minute im Strafraum der Gäste durch und verwandelte anschließend ins rechte Eck. In der Nachspielzeit sorgte Pöttgen mit einem sehenswerten Volleytreffer aus 16 Metern für den Endstand. „Unter dem Strich wäre ein Sieg für uns verdient gewesen. Nach diesem Spielverlauf dürfen wir uns aber auch mit einem Punkt zufriedengeben. Im Endeffekt haben beide Seiten ein wenig Glück gehabt“, analysierte Bertram.

Tore: 0:1 Namir Ahmed (1.), 0:2 Christopher Iselhorst (8.), 1:2 Michel König (81.), 2:2 Karsten Pöttgen (90.)

SV Eintracht Afferde II - SSG Halvestorf-Herkendorf II 2:4 (2:2)

Auf dem Kunstrasen in Afferde begegneten im Duell der Zweitvertretungen die SV Eintracht aus Afferde und die SSG Halvestorf-Herkendorf. Trotz eines zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleichs verloren die Gastgeber schlussendlich mit 2:4. „Wir sind schlecht in die Partie gekommen“, berichtete Afferdes Sprecher Maurice Wiewel kurz nach der Partie. Die beiden Treffer von Lennart Scholtka in der ersten halben Stunde seien folgerichtig gewesen gewesen – die SSG führte 2:0. „Dann haben wir uns stabilisiert und durch Timo Guschewski den Anschluss gemacht. Aus unserer Drangphase heraus erzielte Yahya Abou-Moulig dann per Flatterball aus 16 Metern den 2:2-Ausgleich kurz vor der Pause. Dieser war aus unserer Sicht allerdings etwas glücklich“, gestand Wiewel. Halvestorf habe noch einige Hochkaräter gehabt, die SVE-Torhüter Luke Willders jedoch zu entschärfen wusste. „Luke hat uns in der ersten Hälfte echt den Allerwertesten gerettet mit seinen Paraden. Leider haben wir in der zweiten Halbzeit dann einen Elfmeter nicht bekommen, den beide Mannschaften gegeben hätten“, ergänzte der Sprecher der Gastgeber. Stattdessen sorgten Christopher Liebal und Dennis Schimanski mit dem Doppelschlag in der 63. und 65. Minute für den Sieg der Gäste. „Eigentlich können wir froh sein, dass wir nur 2:4 verloren haben“, resümierte Wiewel am Ende. „Vor der Partie hätten wir das Ergebnis zweifellos so unterschrieben. Gemessen am Spielverlauf ist es aber natürlich etwas ärgerlich, dass wir keinen Punkt mitgenommen haben.“ Neben Willders attestierte der Sprecher auch SVE-Spieler Frederik Koffre sowie den SSG-Spielern Lennart Scholtka und Jan Bierwirth eine starke Leistung.

Tore: 0:1 Lennart Scholtka (12.), 0:2 Lennart Scholtka (26.), 1:2 Timo Guschewski (36.), 2:2 Yahya Abou-Moulig (43.), 2:3 Christopher Liebal (63.), 2:4 Dennis Schimanski (65.)

SG Hajen/Latferde – SF Osterwald 2:11 (2:6).

In Hajen war heute Tag der offenen Tür. „Für Weihnachten ist es bekanntlich noch zu früh, aber wir haben heute schon genügend Geschenke verteilt. Fast alle Tore sind gefallen, weil zwei Osterwalder alleine auf unser Tor zugelaufen sind. Das haben wir einfach schwach verteidigt“, ärgerte dich SG-Sprecher Marc Knoesel. Zu Beginn keimte noch Hoffnung auf, als Fabian Schulz und Nils Bleibaum für die Hausherren zum zwischenzeiutlichen 2:3-Rückstand verkürzten und sogar noch das 3:3 hätten nachlegen können. „Im direkten Gegenzug ist dann das 2:4 gefallen und damit nahm das Ganze seinen lauf“, so Knoesel. Bereits zur Pause erhöhten die Sportfreunde auf 6:2, sorgten damit für eine frühe Vorentscheidung. Nach dem Seitenwechsel brachen machten es die Osterwalder sogar noch zweistellig. „Besonders schade ist, dass sich bei uns noch einige Spieler verletzt haben. Das macht es nicht leichter. Aber wir müssen das jetzt schnell abhaken und weitermachen“, resümierte Knoesel.

Tore: 0:1 Felix Quindt (2.), 0:2 Kevin Tschirpke (4.), 0:3 Quindt (15.), 1:3 Fabian Schulze (16.), 2:3 Nils Bleibaum (19.), 2:4 Quindt (34.), 2:5 Dimitri Schulte (40.), 2:6 Eigentor Thilo Buhrke (44.), 2:7 Schulte (46./Strafstoß), 2:8 Jan Termer (56.), 2:9 Schulte (62.), 2:10 Termer (64.), 2:11 René Nowicki (79.).



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