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Fußball: Durch die Neueinteilung der Bezirksligen vermissen viele Trainer die zahlreichen Kreisderbys

„Eine sportliche Herausforderung“

BEZIRK HANNOVER. „Erst mal eine Nacht drüber schlafen“, diese weise Redensart hatten sich nach der Bekanntgabe der vorläufigen Staffeleinteilungen der Fußball-Bezirksligen wohl auch viele Trainer, Spieler und Vereinsverantwortliche durch den Kopf gehen lassen.

veröffentlicht am 21.06.2017 um 17:43 Uhr

Tarik Önelcin sieht der Staffeleinteilung gelassen entgegen. Foto: nls
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Und sich daran erinnert, dass große Veränderungen, wenn der große Plan des Spielausschusses erst einmal auf dem Tisch liegt, kaum noch folgen werden.

Lachems Trainer Tarik Önelcin sieht die neue Situation eher mit einem lachenden und weinenden Auge: „Auf jeden Fall ist das eine neue sportliche Herausforderung für uns. Die Halbierung der sechs Vereine aus dem Kreis Hameln-Pyrmont in zwei Staffel ist sicher etwas ungerecht. Auch, weil den Vereinen die Einnahmen aus einigen Derbys wegfallen.“ Und der engagierter Coach musste auch gleich noch seinen Vorbereitungsplan umbauen. Für die Testspiele gegen den TSV Barsinghausen und den FC Springe, mit denen die Lachemer künftig in einer Staffel die Klingen kreuzen, sucht er Alternativen.

Als Vertreter der Staffel 4 hatte Germania Hagens Trainer Eldar Zahirovic mit solch einer Konstellation fast schon gerecht. „Ich gehe auch davon aus, dass sich an der Einteilung nichts mehr ändern wird. Wir uns nichts Neues, wir kennen die weiten Fahrten. Blöd ist es sicher, dass der FC Preussen Hameln und Eintracht Afferde nicht in einer Staffel spielen. Und wir vermissen vor allem drei Derbys.“ Oliver Bock, der beim Aufsteiger Eintracht Afferde sein Trainerdebüt in der Bezirksliga gibt, trauert schon jetzt dem Ausfall des Stadtduells gegen den FC Preussen nach: „Da hatten sich schon viele Fans richtig drauf gefreut. Und gerade wegen der fehlenden Derbys im Kreis ist die Einteilung für die heimischen Vereine eher enttäuschend.“

Toni Kierakowitz, der sportliche Leiter des Aufsteigers FC Preussen Hameln, ärgert sich auch über die Trennung der Hameln-Pyrmonter Vereine: „Dadurch fehlt es den betroffenen Vereinen an Zuschauern und Einnahmen.“ Aber Kierakowitz sieht das Abenteuer Bezirksliga auch positiv: „Wir kommen bei den Vereinen in Hannover auf jeden Fall gut an.“

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