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Fußball: Von der Bank in den Fokus – Mirko Majcan gegen Koldingen Lachems Nummer eins

Ein Torhüter mit Diplom

BEZIRK HANNOVER. Ein Torhüter mit Diplom: Mirko Majcan ist gegen Koldingen Lachems Nummer eins im Tor. Weil Frederick Quindt im Urlaub ist, feiert der sympathische Schlussmann mit kroatischen Wurzeln sein Comeback - mit 49 Jahren.

veröffentlicht am 21.09.2018 um 14:48 Uhr

Ball-Hypnose: Lachems Torhüter Mirko Majcan hat die Kugel immer fest im Blick und hofft nun auch auf ein erfolgreiches Comeback gegen Koldingen. Foto: nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Er ist immer da, wenn er gebraucht wird. Mirko Majcan ist eine ganz treue Seele und ein tadelloser Sportsmann, der sich stets in den Dienst der Mannschaft stellt. Deshalb spielt es für den mittlerweile 49-jährigen Torhüter auch keine große Rolle, dass er beim Fußball-Bezirksligisten SV Lachem nur in der zweiten Reihe sitzt – eben auf der Bank. Doch jetzt ist sein Schattendasein erst einmal vorbei, steht der überaus sympathische Schlussmann mit kroatischen Wurzeln vor der Rückkehr ins Scheinwerferlicht. Am Sonntag (15 Uhr) im Verfolgerduell gegen den SV Koldingen rückt er für Urlauber Frederick Quindt nach langer Abstinenz mal wieder auf den wichtigen Posten zwischen die Pfosten. Von großer Aufregung aber keine Spur, obwohl er zuletzt im März bei einem Testspiel in der Anfangsformation von Trainer Tarik Önelcin stand.

„Es ist nun mal so und ich werde das Beste daraus machen. Eine positive Anspannung ist zwar da, aber ich stehe noch voll im Saft und weiß, dass mich die Mannschaft auch unterstützen wird“, sieht Majcan seinem Comeback relativ gelassen entgegen. Auch weil der Diplom-Bauingenieur weiß, dass er sich auf seine große Routine verlassen kann. Schließlich ist die „Hütte“ so etwas wie seine zweite Heimat. Seit 13 Jahren steht er schon in Diensten des SV Lachem, wo er mittlerweile auch als Torwarttrainer und rechte Hand von Chefcoach Önelcin fungiert – und ist damit auch der personifizierte Dauerbrenner bei dem Dorfklub.

Zuvor hütete Mirko Majcan bereits lange Zeit das „Heiligtum“ des TuS Hessisch Oldendorf und auch das Tor von Preußen Hameln. Sein zweites Plus: Der wissenschaftliche Mitarbeiter an der Hochschule Detmold ist immer bis in die Haarspitzen motiviert, sobald er die Handschuhe übergestreift hat. „Ich kassiere nun mal nicht gerne Tore“, macht er aus seinem großen Ehrgeiz auch keinen Hehl. Aber Fußball nimmt nur einen, wenn auch großen, Teil seiner Freizeit in Anspruch.

Auch für den 49-Jährigen gibt es schließlich noch etwas anderes im Leben als die ewige Ballhatz. In seinem Fall ist das die Musik, genauer gesagt die Rockmusik. Und die macht er als leidenschaftlicher Leadgitarrist in einer Band auch am liebsten selber.

„Das macht mir den Kopf völlig frei und ist ein willkommener Ausgleich zum Job und zum Fußball“, erklärt Majcan. Und einen freien Kopf wird er am Sonntag auch benötigen, denn die schwierige Aufgabe gegen den Tabellenzweiten SV Koldingen wird seine ganze Konzentration erfordern.

Information

Bezirksliga kompakt

MTSV Aerzen – SV Gehrden (Sa., 16 Uhr). Das Aerzener Lazarett (neun Spieler verletzt) platzt fast aus allen Nähten, deshalb wäre Sprecher Karsten Hoppe diesmal notgedrungen auch schon „ mit einem Punkt zufrieden“.

Eintracht Afferde – TSV Algesdorf (Sa., 16 Uhr). Die Afferder Zielsetzung ist klar definiert: Weiter von der Kellerregion absetzen. Da hilft aber nur ein Dreier. Personell muss Trainer Oliver Bock allerdings immer noch improvisieren.

SSG Halvestorf – FC Stadthagen (So., 15 Uhr). „Ich bin ganz guter Dinge“, geht Trainer René Hau zuversichtlich an die Aufgabe gegen den Tabellendrittletzten. Kann er auch, denn seine Mannschaft ist noch ungeschlagen und nicht umsonst ein Spitzenteam. Fehlen wird der gesperrte Jan Bierwirth.

FC Eldagsen – BW Salzhemmendorf (So., 15 Uhr). Aufsteiger Salzhemmendorf hat eigentlich nichts zu verlieren und kann beim Spitzenreiter nur überraschen. Aber schon ein Punkt wäre ein Riesenerfolg. Auf dem Weg dorthin hilft wohl nur eines: Mächtig Beton anmischen.



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