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Fußball: Bei der SpVgg. Bad Pyrmont geben sich Spieler seit zwei Jahren die Klinke förmlich in die Hand

Ein Kommen und Gehen

BAD PYRMONT. Wohl kaum ein Verein hielt die Passstelle des Niedersächsischen Fußballverbandes in Barsinghausen seit Beginn der Saison 2017/18 so auf Trab wie Landesligist SpVgg. Bad Pyrmont. Ein ständiges Kommen und Gehen – an der Südstraße reichten sich die Spieler die Klinke förmlich in die Hand.

veröffentlicht am 15.05.2019 um 00:00 Uhr

Auch Sherif Alassane hat die SpVgg. Bad Pyrmont schon wieder verlassen. Foto: nls
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Von der Ruhe einer beschaulichen Kurstadt war hier wahrlich nichts zu spüren.

„Wer ist das denn?“ oder „Wo ist der eigentlich geblieben?“ Das waren im Laufe der letzten beiden Spielzeiten die wohl am häufigsten gestellten Fragen bei den Fans auf der Tribüne und den Stehplätzen. Nach der Verpflichtung von Trainer David Odonkor kündigte der damalige Manager Dominic Palmer, dessen Auftritt in Bad Pyrmont nach sieben Monaten über Nacht ein jähes Ende fand – im Oktober 2017 hatte es Palmer ganz plötzlich nach Vietnam verschlagen – den großen Schritt Richtung Oberliga an. Doch schon die ersten beiden Neuzugänge entpuppten sich als klassische Fehlfarben. Die Brasilianer Bruno Lopez de Moura und Fabio Carvalho de Jesus vom lippischen C-Ligisten FSG Waddenhausen-Pottenhausen fielen gleich durch die Roste. Bruno schon beim ersten Testspiel, „Jesus“ wurde nie gesehen. Die gleiche Aktion in Sachen Neuzugang spielte sich vor wenigen Monaten noch einmal ab. Da kündigte die Spielvereinigung, die weiterhin in Liga sechs mitmischt, mit Gökhan Cesme und Garcia Jorge London vom C-Ligisten Bielefeld-West ebenfalls vollmundig zwei klangvolle Neuzugänge an. Doch auch hier galt „Namen sind Schall und Rauch“. Cesme kam einige Male zu Kurzeinsätzen und London hat wohl die Abfahrt nach Bad Pyrmont verpasst. „Den kennt keiner“, ist aus Spielerkreisen zu hören. Doch die Berg- und Talfahrt des Spielerkarussells nahm einfach kein Ende. In den vergangenen 22 Monaten sprangen zahlreiche Akteure auf und ab. Oder wurden wie Seyhmus Karayilan vor die Tür gesetzt. Im November 2017 auch Cristiano dos Santos, als der schon nach wenigen Monaten Wechselambitionen Richtung Tündern durchblicken ließ.

Kaum sechs Monate oder höchstens eine Saison streiften mit Saliou Abou, Alex Ackert, Cafer Yörük, Gerhard Kwarteng, Igor Balov, Ferhat Kurtulus, Murat Kizilkaya, Bielefelds schnellstem Briefträger Sedekia Haukambe, Scott Millard, Sherif Alassane und Ferhat Kurtulus elf Spieler das Pyrmont-Trikot über, die Fußball-Luft als „Wandervögel“ zuvor schon in höheren Spielklassen geschnuppert hatten. Dazu zog es im Winter Jakob Funk zum RSV Barntrup zurück. „Jakob wollte einfach Fußball spielen“, sagte Nurettin Barka, der inzwischen vom Co-Trainer zum Sportlichen Leiter aufgestiegen ist. „Einen Stammplatz konnte ihm der Trainer nicht garantieren.“ Nach dieser Saison verlassen mit Joél Ofosua und Djawid Gabibow zwei weitere Spieler die Südstraße. Beide sollen, wie in der Gerüchteküche zu hören ist, bereits beim Oberliga-Zweiten HSC Hannover mittrainiert haben.

Doch bei der Spielvereinigung, die im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum feiern kann, gehören mit Pascal Hannibal, Luca Fleischmann, Sören Vespermann und Nico Günther, die unter Odonkor in die Kurstadt wechselten, längst der Stammformation an.

Neue Spieler werden auch in der kommenden Saison in Bad Pyrmont auflaufen. „Doch die kommen alle aus der Nachbarschaft. Große Neuzugänge aus höher spielenden Vereinen wird es nicht mehr geben“, unterstrich Barka. Zwei Akteure haben bereits zugesagt. Zalem Özmen und Julian Diedrich wechseln im Sommer vom Bezirksligisten TBV Lemgo über die Landesgrenze. Dabei wird es nicht bleiben. „Wir führen derzeit intensive Gespräche. Drei weitere Neue werden noch kommen. Junge, talentierte Spieler, nicht aus weiter Ferne, sondern aus der Nähe. Soviel kann ich schon verraten.“



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