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Sonntag geht’s los: Debüt von Hastenbecks neuer Spielertrainerin Yvonne Harms in Göttingen

„Ein bisschen aufgeregt bin ich schon“

Eigentlich wollte Yvonne Harms erst einen Trainerjob übernehmen, wenn sie ihre Fußball- Karriere beendet hat. Doch manchmal kommt es anders als geplant. Als Detlef Genge im Sommer beim Oberligisten SV Hastenbeck seine Trainerkarriere beendete, stand seine Nachfolgerin schon fest: Yvonne Harms.

veröffentlicht am 17.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:05 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Sonntag gibt Yvonne Harms ihr Debüt – als Spielertrainer des Oberligisten SV Hastenbeck. „Ein bisschen aufgeregt bin ich schon“, gibt die 30-Jährige vor der Partie in Göttingen zu. Dass sie die Nachfolgerin von Detlef Genge wird, der seine Trainerkarriere aus gesundheitlichen Gründen beim SVH beendete, war nicht geplant. „Eigentlich wollte ich erst einen Trainerjob übernehmen, wenn ich meine eigene Fußball-Karriere beendet habe.“ Aber als ihr Ex-Coach sie fragte, ob sie nicht Lust hätte, die Hastenbecker Oberliga-Frauen zu coachen, konnte die 30-Jährige nicht Nein sagen. Doch ihr Ja-Wort gab sie nicht spontan, sondern erst nach ein paar Tagen Bedenkzeit. „Eine Oberliga-Mannschaft zu trainieren, ist schon eine große Herausforderung“, sagt Harms, die im Trainergeschäft noch ein Neuling ist. Denn erst in diesem Jahr hat die gelernte Mittelfeldspielerin ihren Trainerschein gemacht. Viel Erfahrung hat sie noch nicht: „Bisher habe ich nur mit einer Freundin eine Mädchenmannschaft betreut“, sagt Harms. Deshalb sei sie auch froh, dass sowohl Detlef Genge als auch Sabine Thimm ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Alleine könnte ich das nicht. Das ist alles noch Neuland für mich. Es macht mir Spaß, ist aber auch viel Arbeit.“ Die Saisonvorbereitung lief zwar „super“, aber trotzdem blickt Hastenbecks neue Spielertrainerin mit gemischten Gefühlen auf die neue Oberliga-Saison. Der kleine Kader macht ihr schon ein bisschen Sorgen. Mit Caroline Schulz und Anika Arlt haben zwei Stammspielerinnen der vergangenen Saison ihre Karriere beendet. Und besonders weh tun die Wechsel von Sandra Dahmen („Sie ist eine Klasse-Torhüterin, die wir nicht gleichwertig ersetzen können“) und Tamara Habenstein zum Oberliga-Aufsteiger SC Völksen. Die Baustelle zwischen den Pfosten ist behoben, weil sich Rebecca Herda bereiterklärte, das Tor zu hüten. Darüber ist Yvonne Harms sehr froh, denn richtig gute Torhüterinnen mit Oberliga-Niveau gebe es in der Umgebung nicht so viele. Deshalb war auch eine Rückkehr von Ramona Karger ein Thema. Doch durch ihren Job bei der Bundeswehr wurde daraus nichts. Fraglich ist auch die Zukunft von Maline Dahler, die eine Super-Saison spielte. „Maline studiert ab Oktober in Erfurt. Dann muss man gucken, wie es weitergeht.“ Fest steht: Der Kader bekommt ein neues Gesicht. Mit Camilla Seeland und Sarah-Linde Nickusch (beide sind erst 16 Jahre alt) sollen zwei hoffungsvolle Talente ihre Chance bekommen, die Yvonne Harms aber nicht ins kalte Wasser schmeißen will. Sie sollen sich durch Kurzeinsätze an das Niveau in der Oberliga gewöhnen. Außerdem wechselte im Sommer mit Lisa Hommel ein weiteres hoffnungsvolles Nachwuchstalent an den Reuteranger. Nora Haas kehrt nach einjährigem Auslandsaufenthalt zurück. Und auch Caroline Schmidt vom TSV Deinsen dürfte sich beim Oberliga-6. der Vorsaison als Verstärkung erweisen. Was das Saisonziel angeht, peilt Harms „auf jeden Fall der Klassenerhalt“ an. Mit einem Sieg am Sonntag (13 Uhr) in Göttingen könnte der SVH den ersten von insgesamt 22 Schritten machen.

 



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