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Kehrt der Herrenfußball ins Jahn-Stadion zurück? TuSpo Bad Münder plant den Neustart

Ein Anfang nach dem Ende

BAD MÜNDER. Im Sommer 2016 gingen bei der TuSpo Bad Münder im Herrenfußball die Lichter aus. Der Verein zog seine Kreisliga-Mannschaft vom Spielbetrieb zurück. Jetzt plant die TuSpo unter der Regie von Ronny Matz und Steven Kirsch einen Neustart. Ab der neuen Saison soll im Jahn-Stadion wieder der Ball rollen.

veröffentlicht am 22.11.2017 um 15:57 Uhr

Bis 2016 für die TuSpo Bad Münder in der Kreisliga am Ball: Martin Schneider kickt jetzt für den VfB Eimbeckhausen. Foto: awa
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite
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„Jedem Ende wohnt ein Anfang inne.“ Bei den Fußballern der TuSpo Bad Münder passt der Spruch – frei nach Hermann Hesse – gerade ziemlich gut. Das Ende war vor eineinhalb Jahren, als die TuSpo ihre Herrenmannschaft vom Spielbetrieb abmeldete. Der Neuanfang soll in der kommenden Saison beginnen. Mit Ronny Matz und Steven Kirsch haben sich zwei gefunden, die die Chance sehen, „etwas nach ihren Maßstäben aufbauen zu können, weil es ja keine Strukturen mehr gibt“, sagt Vize-Vereinschef Jürgen Schendel.

„Konzept 2025“ nennen Matz (31) und Kirsch (33) ihre Idee. Sie wollen den Herren-Fußball in Bad Münder wiederbeleben und die TuSpo mittelfristig zurück in die Kreisliga führen: „Das geht natürlich nicht von jetzt auf gleich und auch nicht in den nächsten ein, zwei Jahren. Wir wollen keine Thekentruppe sein, sondern sportlich was erreichen“, sagt Matz, der gemeinsam mit Kirsch derzeit beim TSV Nettelrede II spielt. Beide haben in der Jugend für die TuSpo gespielt.

„Zehn, elf Leute sind wir bislang“, sagt Matz, „wir brauchen locker doppelt so viele.“ Er ist optimistisch, dass sich noch genug Spieler finden. Möglichst noch vor Weihnachten, spätestens im Januar soll es laut Matz ein erstes Treffen mit allen Interessierten geben, „um zu bequatschen, was wir vorhaben“. Mit dem Vereinsvorstand sind er und Kirsch schon lange im Gespräch. „Wir sind froh, dass jemand kommt und was tun will“, sagt Schendel. Denn seit dem Kreisliga-Aus 2016 gibt es bei der TuSpo nur noch ein Ü40-Team und die B-Junioren. Die Nachwuchsspieler kümmern sich zum Teil schon darum, die Kleinsten an den Fußball heranzuführen. Ein ähnliches Engagement wünscht sich Matz auch von den künftigen Herrenspielern. „Wir möchten, dass unsere Spieler Aufgaben im Jugendbereich übernehmen.“ Denn bis 2021 solle es Mannschaften in möglichst vielen Altersklassen geben, um einen tragfähigen Unterbau für den Seniorenbereich zu schaffen, heißt es im „Konzept 2025“. Ein ehrgeiziges Ziel. Die Neugündung des Herrenteams ist der erste Schritt. Ein Anfang nach dem Ende. jab

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