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SSG-Kapitän Selensky gibt nicht auf

„Ein Abstieg ist erst perfekt, wenn nichts mehr geht“

Nach der 1:4-Pleite mit seiner SSG Halvestorf gegen die SG Diepholz war er überhaupt nicht ansprechbar. Die bittere Niederlage im Kellerduell der Landesliga musste Josef Selensky erst einmal verdauen. Und das fiel ihm verdammt schwer und dauerte fast zwei Tage.

veröffentlicht am 19.03.2012 um 18:35 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

„Diese Niederlage war überhaupt nicht eingeplant“, ärgert sich Halvestorfs Kapitän gewaltig. „Doch die hatten wir uns am Ende selbst zuzuschreiben.“ Letztlich halfen alle guten Vorsätze gar nichts, denn schon beim Gegentreffer zum 0:1 wurden mit einem Abwehrschnitzer alle Hoffnungen über den Haufen geworfen. „So ein Rückschlag ist bitter. Der hat uns schon vor der Pause aus der Bahn geworfen.“ An die beiden Gastgeschenke zum 1:2 und 1:3 kurz nach der Pause mochte er gestern gar nicht mehr denken.

Doch mit dem drohenden Abstieg zurück in die Bezirksliga hat sich der 27-jährige Ex-Tünderaner keinesfalls abgefunden. Immerhin warten noch 14 Spiele auf ihn und seine Mannschaftskollegen. Auch wenn Trainer Markus Schwarz schon seine Planungsunterlagen für die siebte Liga aus der Schublade geholt hat, hegt Selensky weiterhin Hoffnungen auf ein zweites Wunder am Piepenbusch. „Am Ende des Tunnels leuchtet immer noch ein kleines Licht“, orakelt der Kapitän, der dennoch die bislang äußerst schwach verlaufene Saison nicht unter den Teppich kehrt. „Diesmal hat uns nicht nur das Glück verlassen, die Leistung stimmt auch nicht mehr“, gibt er unumwunden zu. „In der vergangenen Saison hatten wir einfach mehr Dampf drauf.“

Der Abstieg ist für Selensky aber erst dann perfekt, wenn rechnerisch für die SSG rein gar nichts mehr geht. „Was wir brauchen, ist unbedingt mal wieder ein Sieg“, gab er als wichtigstes Ziel aus. Doch darauf wird der erfahrene Fußballer wohl noch einige Zeit warten müssen. Denn in den nächsten Wochen kommt es für die SSG mal wieder knüppeldick. Nach den Auswärtsspielen bei Arminia Hannover und in Wettbergen geht es bis Ostern munter weiter. Erst kommt der 1. FC Wunstorf, und am Ostersamstag stellt sich Spitzenreiter Egestorf/Langreder auf dem Platz in Hope vor. „Schlimmer kann es gar nicht kommen“, gibt Selensky zu. Dennoch lassen der Kapitän und seine Mitstreiter den Kopf nicht hängen: „Selbst wenn wir absteigen sollten, werden wir die Saison vernünftig beenden. Schließlich wollen wir in der Landesliga nicht zur Lachnummer werden.“

Trotz des drohenden Abstiegs sind bei der SSG schon wichtige Entscheidungen für eine kommende Bezirksliga-Saison geplant. „Ich habe Halvestorf auch für die Bezirksliga schon meine Zusage gegeben“, gab der Mittelfeldspieler bekannt. Und das, obwohl ihn einige interessante Angebote anderer Vereine vorliegen. „Doch ich mache ein Fernstudium für Maschinenbau-Technik. Deshalb ist ein Wechsel kein Thema“, lautet seine Aussage hinsichtlich der sportlichen Zukunft. Doch eine Hintertür ließ er dennoch offen: „Man muss mal abwarten, was sich in Sachen Fusion mit dem SV Lachem tut. Wenn es tatsächlich dazu kommt, werden im Kader die Karten neu gemischt.“ Doch auch in einem möglichen Fusionsteam würde sich Mittelfeld-Motor Selensky bestimmt wohlfühlen. „Schließlich habe ich mit einigen Lachemer Spielern schon zusammen in einer Mannschaft gespielt.“



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