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Nach dem Ende der SG: TSV Nettelrede meldet zwei Teams, VfB backt kleinere Brötchen

Eimbeckhausen ist der Verlierer

Nettelrede. Als sich die Fußballer des TSV Nettelrede vor zwei Jahren mit dem VfB Eimbeckhausen zu einer Spielgemeinschaft zusammenschlossen, hatten sie kaum genug Spieler für eine Herrenmannschaft. Jetzt ist die SG wieder aufgelöst, und die Nettelreder gehen in der kommenden Saison mit zwei Teams an den Start.

veröffentlicht am 18.06.2015 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 17:18 Uhr

Das ist durchaus kurios. Denn zwar rückt fast ein ganzer A-Junioren-Jahrgang in den Herrenbereich auf – die meisten dieser jungen Spieler haben aber auch in der abgelaufenen Saison schon in der zweiten Mannschaft der SG gespielt. Diese Zweite wird jetzt wieder die Erste des TSV in der 1. Kreisklasse. „Wir haben aber immer noch Leute gehabt, die nicht gespielt haben, weil sie in der 1. Kreisklasse keine Chance gehabt hätten“, sagt der TSV-Vorsitzende Heiko Wente.

Somit hat Nettelrede nun mehr als 30 Fußballer – „da können wir nicht nur eine Mannschaft melden, sonst gehen die ja gleich zu anderen Vereinen“, sagt Wente, der hofft, „dass auch wirklich alle zur Stange halten“. Ein Betreuer für die zweite Mannschaft, die in der 3. Kreisklasse an den Start gehen wird, ist in Dennis Hachfeld schon gefunden. Und mit einer ersten Mannschaft, in der vorwiegend Eigengewächse spielen, hat der TSV das, was sich fast jeder Verein wünscht. „Diese Chance hatten wir 20 Jahre nicht“, sagt Wente.

Die meisten Spieler aus der DSU-A-Jugend, die jetzt aufrückt, gehören dem TSV an. Einige sind Eimbeckhäuser. Nach dem Ende der SG und dem Abgang von Trainer Michael Wehmann haben die sich nun aber dafür entschieden, in Nettelrede zu spielen. „Das ist ganz traurig“, sagt VfB-Spartenleiter Peter Dahlschen. Zudem haben einige Leistungsträger den VfB verlassen. Dominik Trotz (Eldagsen) und Cesar Parashiv (Pegestorf) sind schon weg, Luca Köneke liebäugelt offenbar mit einem Wechsel zum FC Springe.

Mit Nusko Hot (Friesen Bakede) und Marvin Paetz (TSV Hamelspringe) stehen erst zwei Zugänge fest. „Wir werden kleinere Brötchen backen, aber der Fußball geht weiter in Eimbeckhausen“, sagt Dahlschen. Dennoch: Der VfB ist im Nachhinein der klare Verlierer des Zusammenschlusses mit Nettelrede. So sieht es auch Wente, der aber sagt: „Beide Vereine haben verloren. Ich habe die Spielgemeinschaft wirklich als Zukunftsmodell angesehen. Wenn wir hätten aufsteigen dürfen, hätten wir in der Kreisliga oben mitgespielt.“



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