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Sven Brostedt übernimmt Traineramt beim ESV Hameln / Feuerprobe im Derby gegen Diedersen

„Ehe-Aus“! Mendes Frauen haben einen Neuen

Das „Ehe-Aus“ kam dann aber doch ein bisschen plötzlich! Immerhin elf Jahre prägte Markus Mende den Frauenfußball beim ESV Eintracht Hameln wie kein anderer, doch nun die Scheidung. Von heute auf morgen.

veröffentlicht am 07.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Der Erfolgstrainer gibt überraschend mit sofortiger Wirkung sein Amt auf und rückt beim Landesligisten in den Hintergrund. Von dort wird er aber noch als Berater tätig sein. Nachfolger ist Sven Brostedt, der seine mit großer Spannung erwartete Feuerprobe auf dem Chefsessel bereits am kommenden Sonntag (11 Uhr) im Derby gegen den SC Diedersen bestehen muss. Es geht also gleich richtig los für ihn.

„Und das Spiel werden wir gewinnen“, glaubt der 40-Jährige. Er selbst ist beim Eisenbahnersportverein alles andere als ein Unbekannter. Seit mittlerweile 35 Jahren hält der B-Lizenzinhaber seinem Klub die Treue, hütete hier erst das Tor und wurde dann später auch Herrentrainer.

Sven Brostedt kennt also das Geschäft an der Außenlinie. Auch wenn er in seiner Vita noch ein paar Defizite in puncto Frauenfußball sieht, geht er mit viel Elan und großer Lust an seine neue Aufgabe. „Wir haben viele junge Spielerinnen, die sich weiterentwickeln müssen und auch wollen. Da werde ich ansetzen“, vermittelt der neue Eintracht-Trainer eine am Tönebönweg 2a willkommene Aufbruchstimmung.

Sven Brostedt

Doch wie kam es nun zu dem überraschenden Wechsel? „Mannschaft und Trainer haben sich zusammengesetzt und am Ende heißer Diskussionen festgestellt, dass die Zeit für eine Veränderung gekommen ist“, erklärt ESV-Spartenleiter Markus Junga.

Die anfangs nur zur allgemeinen Aussprache gedachte Unterredung erhielt damit eine kuriose Eigendynamik. „Es war aber nur eine rein sportliche Entscheidung, keine persönliche“, betont Junga. Während sich Mende zum Thema Trainerwechsel trotz Anfrage in Stillschweigen hüllte, bat Sven Brostedt gestern Abend schon zum ersten Training.

„Wenn ich Hilfe brauche, wird Markus da sein“, baut er bei seinem neuen Job auch weiterhin auf einen regen Austausch mit seinem Vorgänger. Zuvor in seiner letzten Funktion als Torwarttrainer klappte das auch. Doch in aller Ruhe wird der neue Coach nicht arbeiten können, denn die Landesliga-Tabelle vermittelt im Moment ein trügerisches Bild. Neun Punkte und Platz neun sind beim ESV kein Grund zum Jubeln. „Wir werden uns so schnell wie möglich da unten absetzen“, ist Brostedt Optimist.



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