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Drei Platzverweise für SV Lachem / Bad Pyrmont nur 1:1 in Aerzen / Bezirksliga

Donnerwetter! Zehn Kracher von Tündern

Tündern. „Was, 0:10? Das gibt es doch gar nicht“ Lachems Trainer Tarik Önelcin traute seinen Ohren nicht, als er per Handy vom Debakel seiner Elf in Tündern hörte. Während er dienstlich auf dem Kinderflohmarkt in Hessisch Oldendorf weilte, präsentierten sich seine Mannen im Bezirksliga-Derby auf der Kampfbahn sorglos wie Drittklässler in der großen Pause. Rumtoben ohne Ordnung und ohne Plan – allerdings in diesem Fall auch ohne Disziplin. Denn außer dem Torhagel handelte sich Lachem auch noch drei Platzverweise für Marco Elias (57./Gelb-Rot), Mehmet Terzioglu (60./Rot) und Soner Aslan (73./Gelb-Rot) ein. Macht Önelcins Kader für die anstehende Partie gegen Aerzen zwar um einiges übersichtlicher, die Aufgabe aber nicht leichter. „Wir haben in der Woche einiges aufzuarbeiten“, ließ er durchblicken. Fußballer wissen, was das bedeutet.

veröffentlicht am 30.08.2015 um 18:35 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

Die Geschichte von Tünderns spektakulärer Torjagd ist dagegen schnell erzählt. Bereits nach 13 Minuten waren die Schwalben nach Treffern von Adrian Gurgel (10.) und Ugur Aydin (13.) auf der Siegerstraße und knüpften damit nahtlos an die zuletzt gezeigten guten Leistungen an. Als Vasko Garbe (36.) vor der Pause noch auf 3:0 erhöhte, war das Thema für Lachem endgültig durch. Doch was dann kam, damit konnte nun wirklich keiner rechnen. Plötzlich brachen bei den völlig orientierungslosen Gästen alle Dämme. Abermals Gurgel (59.) per Strafstoß sowie Dominik Herrmann (63./72.) und Mesut Kaya (71./78./89.) schraubten das Ergebnis noch in astronomische Höhen. Einmal konnte auch noch Lukas Kramer (85.) jubeln. „Lachem hat mit den drei Platzverweisen aber auch kräftig mitgeholfen, dass es am Ende so deutlich wurde“, brachte Tünderns Sprecher Karsten Leonhart die Dinge auf den Punkt.

SSG Halvestorf – FC Stadtoldendorf 1:3 (1:1). Einen Schritt vor – einen Schritt zurück. Die SSG Halvestorf tritt in der Bezirksliga auf der Stelle und kann sich vorerst von höheren Ambitionen verabschieden. Der 4:0-Sieg der Vorwoche in Obernkirchen ist durch die 1:3-Pleite gegen Stadtoldendorf schnell wieder verpufft und damit auch gleichzeitig der dritte Versuch der Fehrmann-Elf missglückt, vor heimischer Kulisse endlich einen Dreier einzufahren. Dabei begann am Piepenbusch eigentlich alles nach Wunsch. Bereits nach acht Minuten sorgte Colin Brandes für die Führung, doch die erhoffte Sicherheit für weitere gelungene Offensiv-Aktionen blieb aus. Im Gegenteil: Der Aufsteiger aus dem Kreis Holzminden übernahm das Kommando und kam so auch fast zwangsläufig durch Kevin Wilms (24.) zum Ausgleich. Später legten dann Patrick Kirschnick (54.) und Artur Kaufmann (76.) noch nach. Pech für Halvestorf , das Björn Bertram (59.) in der entscheidenden Phase ebenso nur den Pfosten traf wie Matthias Günzel mit einem Handelfmeter (62.). Zu allem Übel sah Abwehrspieler Paul Alles in der Nachspielzeit auch noch die Gelb-Rote Karte und fehlt Trainer Fehrmann damit am Sonntag im Duell beim Spitzenreiter Evesen.

MTSV Aerzen – SpVgg. Bad Pyrmont 1:1 (1:1). Es bleibt dabei, die SpVgg. Bad Pyrmont kommt in der Fußball-Bezirksliga einfach nicht in die Gänge. Es reichte noch nicht einmal beim bislang punktlosen Schlusslicht MTSV Aerzen zu drei Punkten. Am Ende war das 1:1 (1:1) zu wenig für einen Verein, der Titelambitionen hegt und zurück in die Landesliga will. Der Rückstand auf Spitzenreiter VfR Evesen ist schon nach vier Spieltagen auf sieben Punkte angewachsen. Der Start am Veilchenberg war sehenswert: Nach drei Minuten schoss Kevin Schumacher die Spielvereinigung mit 1:0 in Führung. Doch der Treffer versetzte Aerzen keinesfalls in einen Schockzustand. Im Gegenteil, nur eine Minute später traf Patrick Hoppe zum 1:1. Danach lief das Kreisderby wie erwartet. Die Pyrmonter spielten nach vorn und hatten die größeren Spielanteile. Doch Torchancen blieben weiterhin rar. Die erste Möglichkeit ließ Hoppe (13.) auf Aerzener Seite verstreichen, die zweite Gelegenheit verpasste Pyrmonts Andrzej Matwijow (27.). In Halbzeit zwei änderte sich nur wenig. In der 46. Minute brachte Schumacher die Elf von der Humme mit einem Pfostenschuss in arge Nöte. Das Zittern wiederholte sich in der Nachspielzeit, als Gerrit Pape einen Kopfball aus bester Lage neben den Pfosten setzte. „Glück gehabt,“ sagte MTSV-Pressesprecher Karsten Hoppe, für den Aerzens erster Punktgewinn keinesfalls unverdient war. „Das Spiel gibt uns Auftrieb“, ist er sich vor dem nächsten Kreisduell beim SV Lachem sicher. Bestnoten verteilte Hoppe an zwei Rückkehrer. Eine starke Partie bescheinigte er Florian Specht und Dominic Meyer.

WTW Wallensen – SV 06 Holzminden 4:0 (1:0). 40 Minuten lang musste Wallensen warten, dann war der Weg für den ersten Saisonsieg geebnet. Als „Eisbrecher“ gegen Holzminden fungierte der quirlige Kasim Yildiz per Kopf kurz vor dem Wechsel. Nach der Pause ließ der WTW zunächst einige Möglichkeiten liegen, ehe Drazen Ivankovic (63.) und Tobias Mende (65.) innerhalb von drei Minuten alle Zweifel am Ausgang der Partie beseitigten. Mende (72.) legte dann noch einmal nach. „Holzminden hatte Glück, dass der Sieg nicht noch höher ausfiel,“ meinte WTW-Sprecher Schütte.ro/kf



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