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Nachwuchstrainer redet Tacheles

Dietmar Harland warnt: „Es geht mächtig bergab“

ihre U 13-Trainerkollegen Werner Brennecke und Jens Günther erkennen. Beim e.on-Avacon-Cup in Barsinghausen, an dem alle Auswahlteams der fast 50 Stützpunkte des Niedersächsischen Fußball-Verbandes teilnahmen, wurden der Juniorenauswahl der Region Hameln-Holzminden schon in der Vorrunde klar die Grenzen aufgezeigt. Nur ein Punkt und 1:16 Tore lassen nicht nur bei Dietmar Harland die Alarmglocken schrillen: „Die Auswahlmannschaften der anderen Regionen sind spielerisch deutlich weiter.“ Den Grund nennt der langjährige Nachwuchstrainer des HSC BW Tündern gleich mit: „Zu oft wird in unseren Vereinen das Fußball-ABC vernachlässigt. Da reicht es in den meisten Fällen nicht aus, wenn ein Vater mal das Training übernimmt.“

veröffentlicht am 16.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 10:21 Uhr

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Die Übungsleiter der Vereine sollen eigentlich die spielerischen und konditionellen Grundlagen schaffen. Doch schon da sieht Harland, der auch als erfolgreicher Herrentrainer beim MTV Lauenstein tätig ist, Probleme: „Ich habe leider das Gefühl, dass im Kreis bei einigen Vereinen die gute Nachwuchsarbeit vernachlässigt wird.“ Auch mit der Gestaltung der Punktspiel-Saison kann sich der ehemalige Mittelfeld-Stratege des HSC Hameln nicht anfreunden. „In den Ferien wird nicht gespielt, und mit den Herbstferien endet oft schon die Freiluft-Serie. Mehr als fünf Monate werden doch gar nicht auf dem Platz gespielt“, ärgert sich Harland. Vor allem mit den spielfreien Oster- und Herbstferien kann er sich überhaupt nicht anfreunden. „Fußball darf für Kinder nicht mehr und mehr in den Hallen stattfinden.“ Zumal hier auch die Trainingszeiten arg begrenzt sind.

„Es muss wieder mehr Bewegung in den Nachwuchsbereich kommen“, nennt Harland als wichtiges Ziel für die Zukunft. Ein gutes Beispiel ist für ihn das Jugendleistungszentrum Emsland. „Da haben die Vereine endlich die Kräfte gebündelt“, hat Fußball-Enthusiast Harland erkannt. „Da wandern keine Talente mehr nach Holland ab.“ Ein engeres Zusammenrücken der Vereine ist für den Nachwuchstrainer wichtig, wenn das spielerische Niveau im Jugendfußball der Region nicht noch weiter in den Keller rutschen soll. Den ersten Schritt in die richtige Richtung sieht Harland übrigens in Bad Pyrmont: „Da könnten fünf Vereine durch die Gründung des Jugendfördervereins neue Impulse auslösen.“

Kreisauswahltrainer Dietmar Harland macht sich Sorgen um den Fußballnachwuchs.

Foto: aro



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