weather-image
15°
×

Diesmal „nur“ fünf Abgänge beim TSV

Fußball (jab). Die Fluktuation war riesig in den letzten Jahren beim TSV Nettelrede. Sieben Spieler gingen vor der vorigen Saison, zehn sogar im Jahr davor – darunter jede Menge Leistungsträger. Diesmal halten sich die Abgänge in Grenzen: Fünf Spieler verlassen den Verein aus der 1. Kreisklasse Hameln-Pyrmont.

veröffentlicht am 12.07.2012 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:21 Uhr

Nicht alle Abgänge wiegen so schwer wie der von Kapitän Torben Linde zum VfB Eimbeckhausen. „Er ist von denen, die gehen, der einzige, der die ganze Saison gespielt hat“, sagt TSV-Coach Dirk Hollmann. Andreas John, der gemeinsam mit Linde nach Eimbeckhausen geht, musste wegen Verletzungen immer wieder pausieren. Björn Stargardt, der nach Bakede wechselt, spielte in der vorigen Saison wegen eines Kreuzbandrisses gar nicht. Kay Weddecke und Jan-Erik Nötzel, die erst in der Winterpause gekommen waren, wechseln zur TuSpo Bad Münder. Wobei Nötzel für Hollmann nicht als echter Abgang zählt: „Der war nur einmal beim Training, dann habe ich ihn nicht mehr gesehen“, so der Coach.

Weddecke und John hätten reelle Chancen auf einen Stammplatz gehabt. Hollmann nimmt‘s gelassen: „Sollen sie sich mal anderswo probieren.“ Lindes Wechsel zum klassenhöheren VfB kann er teilweise sogar nachvollziehen: „Wir waren in der vorigen Saison oft genug nur sechs bis acht Leute beim Training. Das ist für einen ehrgeizigen Spieler nicht befriedigend“, so Hollmann.

Mit Linde und John sind in zwei Jahren neun Spieler vom TSV nach Eimbeckhausen gewechselt. Nicht alle in Nettelrede sind gut auf den VfB zu sprechen. Hollmann aber hat „persönlich kein Problem“ mit seinem Ex-Klub, „ich würde es wahrscheinlich ähnlich machen. Aber außer mit einer schönen Anlage und einer funktionierenden Mannschaft können wir keine Spieler ködern“.

Die Nettelreder warten daher auf ihre Juniorenspieler. Zwei rücken mit Torwart Patrick Schmidt und Phillip Niklas Kranz schon jetzt aus der A-Jugend auf, im nächsten Jahr sollen weitere folgen. Derzeit hält sich Hollmann selbst noch fit, „um im Notfall einzuspringen“. Das war in der vergangenen Saison wegen vieler Verletzungen häufiger der Fall, als ihm lieb war – auch jetzt fallen vorerst noch Sven Böttcher und Jörg Strobel nach Kreuzbandrissen aus. „Ich habe derzeit 17 Spieler, auf die ich mich verlassen kann“, sagt Hollmann. Und: „Wir haben jetzt wieder eine zweite Mannschaft, die ohne Verstärkung von den Alten Herren auskommt – in der letzten Saison hat die als Verstärkung für die erste Herren quasi nicht existiert.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige