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Fußball: Daueralarm im Keller – noch sieben Mannschaften zwischen Hoffen und Bangen

Die Zitter-Liga

HAMELN-PYRMONT. Die Zitter-Liga: Im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga müssen sieben Mannschaften hoffen und bangen.

veröffentlicht am 08.05.2019 um 00:00 Uhr

Warten auf ein Wunder: Schlusslicht FC Latferde hat im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga die mit Abstand schlechtesten Karten. Foto: nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Daueralarm im Tabellenkeller. Es brennt lichterloh. Aber wo ist der Notausgang – und vor allem die Feuerwehr? Im Endspurt regiert jetzt nur noch die blanke Angst im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga. Gleich sieben Mannschaften zittern hier im Dauertakt um ihre sportliche Existenz, als hätten sie quasi im Kollektiv an den Blitz gefasst.

Das ist mathematisch betrachtet die halbe Liga und gleichzeitig irgendwie auch der Hammer. Viel mehr Härte, Dramatik und eben auch Spannung konnte das Kicker-Oberhaus in seiner nun 40-jährigen Historie wohl nur in der Saison 1999/2000 bieten, als gleich fünf Teams aus der damals aufgestockten Liga absteigen mussten.

Diesmal sind es nur zwei Klubs, die am Ende in den sauren Apfel beißen werden. Nur wer wird das sein? Ein ganz heißer Kandidat ist zweifellos Schlusslicht FC Latferde. Der Vorjahresdritte erlebt eine Saison zum Vergessen und hat vor den restlichen vier Begegnungen schon sieben Punkte Rückstand auf die zitterfreie Zone. Zwölf Zähler sind zwar noch im Angebot, aber selbst wenn Trainer Alexander Liebegott und seine „Käfigtruppe“ die beim strammen Restprogramm noch einsacken sollten, ist das längst keine Garantie.

Latferdes größtes Problem: Es gibt einfach noch zu viele direkte Duelle im Keller – und da wird der eine oder andere Konkurrent zwangsläufig auch etwas mitnehmen. Deshalb könnte es am Ende auch nicht mehr reichen.

Wer auf den Arbeitsplan der SG Flegessen/Süntel schaut, dem schwant auf den ersten Blick aber auch Böses. Der Vorletzte hat definitiv mit Meister Germania Hagen und den beiden Spitzenteams HSC BW Tündern II (2.) und MTV Lauenstein (4.) die höchsten Hürden zu meistern. Auch das Liga-Finale in Wallensen wird gewiss kein Zuckerschlecken.

Allerdings zauberten die Mannen um Torjäger Lukas Nowag bislang auch schon einige Überraschungen aus dem Hut. Für ein Happy End muss die Elf von Trainer Dirk Heyder davon aber noch einige abliefern, sonst bleibt es für den Aufsteiger nur bei einem einjährigen Intermezzo in der Topliga der Provinz. Als zusätzliches Manko in der Endabrechnung könnte sich für die SG Flegessen außerdem auch das mit Abstand schlechteste Torverhältnis (29:74) aller Kellerkinder erweisen.

Noch viele Sorgenfalten stehen aber auch auf der Stirn von Emmerthals Trainer Stephan Meyer, der in den letzten vier Spielen noch dreimal in die Fremde reisen muss und dann zum Abschluss in der Heimat möglicherweise noch ein echtes Abstiegsfinale gegen den VfB Hemeringen vor der Brust hat. Mit dem enorm wichtigen Erfolg in Wallensen hat die TSG aber gezeigt, das auch auf fremden Plätzen einiges möglich ist.

Optisch die besten Karten im Abstiegskampf hat im Moment noch der VfB Eimbeckhausen auf Platz acht. Die Schützlinge von Trainer Michael Wehmann weisen nicht nur die beste Tordifferenz (- 4) auf, sondern könnten in den beiden Duellen gegen die direkten Konkurrenten Wallensen und Emmerthal schon vieles selbst regeln. Trifft aber auch auf den WTW zu, der einziger abstiegsgefährdeter Klub noch drei Kellerkracher auf der Agenda hat. Außer Eimbeckhausen warten noch die Prüfungen gegen Hemeringen und Flegessen. Punkten ist oberste Pflicht, denn sonst stürzt der amtierende Vizemeister der Vorsaison in die 1. Kreisklasse ab. Und das wäre dann ein Novum.

Information

Das Restprogramm im Abstiegskampf

VfB Eimbeckhausen (Platz 8/24 Punkte/27:31 Tore): Wallensen (A), Emmerthal (H), FC Preussen Hameln (A), Bad Pyrmont II (H)

TSG Emmerthal (Platz 9/24 Punkte/41:56 Tore): FC Preussen Hameln (A), Eimbeckhausen (A), Bad Pyrmont II (A), Hemeringen (H)

WTW Wallensen (Platz 10/24 Punkte/48:65 Tore):Eimbeckhausen (H), Bad Pyrmont II (H), Hemeringen (A), SG Flegessen (H)

VfB Hemeringen (Platz 11/23 Punkte/36:54 Tore): Lauenstein (H); Tündern II (A), Wallensen (H), Emmerthal (A)

MTSV Aerzen II (Platz 12/22 Punkte/39:56 Tore):.Bisperode (A), Latferde (H), Nettelrede (A), Preussen Hameln (H).

SG Flegessen (Platz 13/22 Punkte/29:74 Tore):Germania Hagen (H), Lauen-stein (A), Tündern II (H), Wallensen (A)

FC Latferde (Platz 14/15 Punkte/34:60):Nettelrede (H), Aerzen II (A), Hagen (H), Lauenstein (A)



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