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Wintercheck der Dewezet Teil II: Nur Note vier für die Landesliga-Frauen des SC Diedersen

Die Remis-Flut stoppt den Sprung nach oben

Die erste Hälfte der Saison ist vorbei. Beim Winter-Check der Dewezet stellt unser Mitarbeiter Andreas Korsch den heimischen Frauen-Fußballteams auf Bezirksebene Halbjahres-Zeugnisse aus. Heute sind im 2. Teil der Serie die Landesliga-Frauen des SC Diedersen dran.

veröffentlicht am 27.12.2011 um 20:37 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 11:41 Uhr

Zielsetzung: Das Saisonziel ist beim Aufsteiger ganz klar der Klassenerhalt. Zurzeit steht Diedersen auf dem zehnten (Relegations-)Platz. „Im Großen und Ganzen sind wir im Soll“, meint SC-Coach Alexander Stamm. Aber es könnte besser sein. Beim Blick auf die Tabelle wird schnell klar: Wenn Diedersen nicht aufpasst, drohen Schwierigkeiten. Doch Stamm richtet seinen Blick nicht nach unten, sondern nach oben. Denn schon mit einem Sieg könnte der SC den Anschluss ans Mittelfeld schaffen.

Spielstil: Angriff ist die beste Verteidigung. So lautete in der Aufstiegssaison die Erfolgstaktik von Stamm, die sich in der Landesliga etwas geändert hat. Weil die Gegner oft spielbestimmend sind, setzt Stamm auf Konter. Mit Lisa Wedekind, Jana Runge und Sabrina Paech ist der SC Diedersen im Angriff sehr torgefährlich. Trotzdem werden noch zu viele Chancen liegen gelassen. Außerdem sind Runge und Co. mit fünf Unentschieden zurzeit die Remis-Königinnen der Landesliga. Das wurmt Stamm gewaltig: „Denn mit nur acht Punkten mehr auf dem Konto wären wir auf Platz vier.“

Highlight: Fast wäre die große Überraschung geglückt. Nachdem man gegen Herbstmeister Völksen bereits 0:4 zurücklag, drehten die SC-Girls auf und kamen durch Jennifer Motzner und Lisa Wedekind auf 3:4 heran. Am Ende reichte die Zeit nicht mehr aus, um sich einen Big Point zu erkämpfen.

Blackout: Eine unnötige Niederlage musste man zu Hause gegen den TSV Havelse hinnehmen. Nach dem 2:4 kritisierte Stamm die gesamte Elf: „Von der Nummer eins bis zur eingewechselten Stürmerin waren wir damals durchgängig schlecht.“

Gewinnerin der Hinrunde: „Meiner Meinung nach kann man keine Akteurin richtig hervorheben, da wir bislang als Mannschaft sehr gut aufgetreten sind“, so der Coach. Dennoch gibt er zu, dass Spielführerin Jana Runge sowie Toptorjägerin Lisa Wedekind „Fixpunkte“ in seinem System sind. Gemeinsam mit Sabrina Paech hat das Trio über die Hälfte der Diederser Treffer erzielt.

Pokal: Mit einer 0:1-Niederlage bei Bezirksligist BW Hildesheim platzte der Pokaltraum schon in der ersten Runde. „Neben dem Klassenerhalt hätten wir uns auch das Erreichen des Halbfinales gewünscht“, so Stamm. Die Auswärtsfahrt kam für den Sportclub jedoch zu früh in der Saison, so dass man zu locker in die Partie ging. Trotzdem hatte die Pleite für Stamm auch was Gutes: „Uns wurden damit die Augen geöffnet und spornte uns für die kommenden Aufgaben zusätzlich an.“

Neuzugänge: In der Verteidigung würde dem SC sicherlich mehr Erfahrung gut tun. Konkrete Namen wurden bislang nicht genannt, dennoch versichert Stamm: „Es wurden schon Gespräche geführt. Noch ist aber nichts in trockenen Tüchern.“ Vor allem wegen des ohnehin schon kleinen Kaders und des Verletzungspechs sind neue Gesichter durchaus zu erwarten.

Verbesserungswünsche: Am Anfang der Spielzeit wirkte das Team von Alexander Stamm noch schüchtern und unerfahren. „Uns fehlte noch die nötige Cleverness“, räumt Stamm ein. Runge & Co. gewöhnten sich aber an die Ansprüche der Landesliga und kamen immer besser zurecht. Deswegen ist Stamm überzeugt: „Von der Qualität her sind wir gleichwertig, sodass wir eine gute Rolle spielen können.“ Dennoch hätte man das eine oder andere Tor mehr schießen können: „Die Chancenverwertung muss besser klappen.“

Prognose: Wenn sich die Personallage entspannt und sich der Verein punktuell verstärkt, kann man den Abstieg mit Sicherheit verhindern. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kommt Diedersen immer besser in Fahrt. Zudem haben sie mit Lisa Wedekind und Sabrina Paech wichtige Torgaranten. Ein Platz im Mittelfeld ist möglich.

Gesamtnote: 4, also ausreichend. Aufgrund der aktuellen Tabellenposition ist die Leistung auch noch in Ordnung. Der Kern der Aufstiegsmannschaft wurde nicht geändert, so dass man sich untereinander sehr gut versteht und vom herrschenden Teamgeist profitiert. Das lässt auch Trainer Stamm optimistisch stimmen: „Es ist noch Luft nach oben, doch die spielerische Kompetenz lässt uns mutig in die Zukunft schauen.“

Siege sind Mangelware: Katja Runge und Co. wollen in der Rückserie noch nachbessern. nls



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