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Fußball-Bezirksliga: Beim Schlusslicht SSG Halvestorf läuft es noch nicht / Heimspiel gegen Lehrte fällt aus

Die nächste Zitter-Saison droht

BEZIRK HANNOVER: Beim Bezirksliga-Schlusslicht SSG Halvestorf läuft es noch nicht: Im Sturm herrscht oft Flaute und die Abwehr ist so löchrig wie ein Schweizer Käse. Wenn Trainer René Hau die Probleme nicht in den Griff bekommt, droht die nächste Zitter-Saison. Eine Analyse.

veröffentlicht am 20.10.2017 um 15:00 Uhr

Mit der SSG wieder im Abstiegskampf: Halvestorfs Trainer René Hau. Foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Das hatte sich Trainer René Hau bestimmt anders vorgestellt, denn schon wieder droht der SSG Halvestorf in der Fußball-Bezirksliga eine Zitter-Saison – wie in der Spielzeit 2016/17. Da retteten sich die Piepenbuschkicker erst am letzten Spieltag durch einen glücklichen 6:5-Heimsieg gegen den TSV Bisperode. Der Siegtreffer der Halvestorfer, die am 27. Mai mit 0:2 und 3:5 fast schon hoffnungslos zurücklagen, fiel damals erst in der dritten Minute der Nachspielzeit durch einen Strafstoß, den Julian Maaß verwandelte. Anschließend war René Hau einfach nur froh, „dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind“. Nach dem nervenaufreibenden Last-Minute- Klassenerhalt hoffte Halvestorfs Trainer im Sommer noch auf eine stressfreie Saison. Doch vor dem 11. Spieltag der Fußball-Bezirksliga macht der Blick auf die Tabelle der starken Staffel 3 wenig Mut: Nach der 1:3-Niederlage im Keller-Duell gegen den Vorletzten FC Stern Misburg ist Halvestorf mit mageren sechs Punkten auf dem Konto jetzt das Schlusslicht der Liga.

Die Zwischenbilanz ist ernüchternd: zwei Siege, sechs Niederlagen, 9:22 Tore. Vor allem auswärts läuft es noch nicht. Fünf Niederlagen in Serie sprechen für sich. Die beiden einzigen Siege gegen Kirchdorf (3:1) und Gehrden (4:1) holte die SSG am heimischen Piepenbusch. Das macht zumindest etwas Hoffnung, dass die SSG am Dienstag (20 Uhr) im Heimspiel gegen den MTV Ilten nicht chancenlos ist. Weil das Sonntag-Spiel gegen den FC Lehrte ausfällt, weil die Stadt Hameln alle Rasenplätze gesperrt hat, müssen Hau & Co. abwarten, wie die direkten Konkurrenten spielen. Fest steht: Die SSG bleibt erst einmal Letzter.

Ein Grund für die Talfahrt ist zurzeit die schwache Chancenverwertung. In acht Spielen hat die SSG nur neun Tore geschossen. Beim 1:3 in Misburg hatten die Halvestorfer durch Julian Maaß, Paul Alles und Maximilian Ringleff zwar Chancen en masse, doch am Ende sprang nur ein einziges Tor für die SSG heraus. Dass Julian Maaß mit zwei Toren bester Torschütze ist, belegt die Flaute im Sturm. Ein weiteres Sorgenkind ist – wie schon in der vergangenen Saison – die Abwehr. 22 Gegentreffer kassierte die Hau-Elf bereits, das sind im Schnitt fast drei pro Spiel. Dabei war es von Trainer René Hau vor Saisonbeginn das Hauptziel, „die Defensivarbeit der gesamten Mannschaft zu verbessern“. Das ist ihm bisher allerdings nicht gelungen. Trotz der sportlichen Misere ist der Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aussichtslos, denn die SSG hat nur zwei Punkte Rückstand auf den Nicht-Abstiegsplatz – und jetzt noch drei Nachholspiele in petto.

Information

11. Spieltag der Fußball-Bezirksliga

VfL Nordstemmen – MTSV Aerzen (So., 15 Uhr). Neuer Trainer – altes Leiden. Auch unter Dirk Schumachers konnte der MTSV seinen Heimkomplex noch nicht wirklich ablegen. Auswärts läuft es dagegen immer noch besser. Deshalb ist Sprecher Karsten Hoppe auch optimistisch, dass es mit einem Sieg klappt: „Ich hoffe, dass unsere Mannschaft eine gute Tagesform erwischt.“ Klappt das nicht, rückt die Abstiegszone wieder mehr ins Blickfeld.


SC Harsum – Eintracht Afferde (So., 15 Uhr). Trotz breiter Brust und mit einer tollen Ausbeute von 17 Punkten im Gepäck reist der Aufsteiger als Außenseiter zum ehemaligen Viertligisten. Ein Topspiel, auf das sich aber alle in Afferde freuen. „Das haben wir uns in den letzten Spielen und Trainingseinheiten hart erarbeitet“, macht Moritz Muschik deutlich. Der Torhüter weiß aber auch, was auf ihn zukommt: „Harsum hat in der Offensive einiges zu bieten, wir müssen aufpassen.“


Germania Hagen – SV Einum (So., 15 Uhr). Wann war eigentlich der letzte Sieg? Das ist im Moment wohl die Frage aller Fragen auf dem Hagen. Nun ja, der war am 20. August (2:1 gegen Almstedt). Seitdem herrscht Dreier-Ebbe auf dem Konto der Germanen. Nun soll es aber mal wieder soweit sein, denn der SV Einum ist als Tabellenachter schließlich keine Übermannschaft. Auch wenn Trainer Eldar Zahirovic den Ball im Vorfeld lieber flach hält: „Einum kann in dieser Liga jeden schlagen.“


SV Gehrden – FC Preussen Hameln (So., 15 Uhr). Warten auf die Wende ist die Prämisse bei 07. Zwei Zähler aus den letzten fünf Spielen sind eindeutig zu wenig, um sich in Sicherheit zu wiegen. Im Gegenteil: Es ist ganz schön eng geworden im unteren Tabellendrittel. Manager Toni Kierakowitz weiß deshalb auch vor der Gehrden-Partie : „Wir sind zum Punkten verdammt.“ Wieder fit sind Rouven Klimke und David Engelbrecht. Özkan Ünsal und Seyhmus Karayilan sitzen noch ihre Rotsperre ab.


TSV Bemerode – SV Lachem (So., 15 Uhr). Der SV Lachem fühlt sich in der Spitzengruppe wohl und könnte sich dort nun mit einem entsprechenden Erfolg beim punktgleichen TSV Bemerode (17) noch nachhaltiger in Erinnerung bringen. Personell kann Trainer Tarik Önelcin im Moment nicht klagen und auch Sprecher Jürgen Ahrens weiß um die Stärke des Teams : „Wir müssen uns nicht verstecken und wollen was mitnehmen.“

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