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Wie fit sind Tündern, Bad Pyrmont, Hagen, Halvestorf und die SG Hameln 74 vorm Saison-Start?

Die heimischen Top-Klubs im Form-Check

Vor dem Saison-Start der Landesliga und Bezirksliga macht Dewezet-Sportredakteur Andreas Rosslan den Form-Check: Wie fit sind die Teams aus Tündern, Bad Pyrmont, Hagen, Halvestorf und die SG Hameln 74? Welche Probleme gibt es noch – und wie schneiden die heimischen Klubs am Saison-Ende ab?

veröffentlicht am 11.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:41 Uhr

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HSC Blau-Weiß Tündern

Eins ist klar: Wenn sich Tünderns Landesligakicker im Vergleich zum Bezirkspokal-Aus in Bad Pyrmont nicht enorm steigern, droht am Samstag (16 Uhr) in Bavenstedt eine böse Klatsche. Der Tabellendritte der vergangenen Saison, der in der Relegation den Aufstieg in die Oberliga verpasste, zählt wieder zu den Meisterschaftsfavoriten – und ist eine Klasse besser als die Spielvereinigung, die gegen Tündern über die gesamten 90 Minuten die klar bessere Mannschaft war. Für Motzner war die Partie zwar nur ein Test unter Wettkampfbedingungen, aber die verpatzte Generalprobe deckte die Probleme schonungslos auf. Die Torchancen wurden nicht genutzt. Es gab zu viele Ballverluste im Spielaufbau. In der Defensive wurden viele Zweikämpfe verloren, weil die Tünderaner zu weit von ihren Gegenspielern entfernt waren und die nötige Laufbereitschaft vermissen ließen. Und irgendwie hatte Motzner wohl auch das Gefühl, dass die Einstellung nicht stimmte: „Man kann durchaus Spiele verlieren, doch war ich über die Art und Weise der Niederlage mehr als verärgert.“ Prognose: Tündern startet mit einer Niederlage in die neue Saison, weil Bavenstedt auswärts eine Nummer zu groß sein dürfte und mit Kapitän Tim Piontek ein wichtiger Spieler im Urlaub ist. Die Motzner-Elf schafft in der Landesliga den Klassenerhalt.

SG Hameln 74

Versuch macht klug. Dass Saher Abou-Moulig als Innenverteidiger total überfordert und eine krasse Fehlbesetzung ist, dürfte SG74- Coach Paul Bicknell bei der 2:4-Pokalpleite gegen Halvestorf klar geworden sein. In der Hinrunde wird Bicknell seinen Abwehrchef Tobias Schulz, dem aufgrund eines Bandscheibenvorfalls eine lange Pause droht, schmerzlich vermissen. Auch Anatoli Deck war bei seinem Blitz-Comeback noch nicht in Topform. Gleiches galt für Marc-Robin Schumachers, der zwar ein Tor erzielte, aber ansonsten blass blieb. Gerade im Spiel nach vorne war noch viel Sand im Getriebe. Die wenigen Torchancen, die sich die SG74 herausspielte, wurden teilweise kläglich vergeben. Das darf sich der Aufsteiger in der Bezirksliga nicht erlauben. Die gute Nachricht vor dem Heimspiel gegen Vorjahres-11. TV Jahn Leveste (Sonntag, 15 Uhr): Sönke Wyrwoll ist nach seiner Bänderdehnung wieder fit. Und auch Kapitän Nicholas Bicknell kehrt in die Startelf zurück. Die Verletztenliste ist mit Schulz, Murat Ulus, Fabian Mercia und Mike König trotzdem sehr lang.

Prognose: Wer am Saisonende wie die SG 74 Fünfter werden will, muss eine Mannschaft wie Leveste zu Hause schlagen. Aber eine durchschnittliche Leistung wie beim Halvestorf-Spiel wird der Bicknell-Elf nicht reichen. Am Saisonende landet der Hamelner Nordstadtklub nicht in den Top 5, sondern im Niemandsland.

SSG Halvestorf

Der 4:2-Sieg im Bezirkspokal gegen die SG74 war nach dem Abstieg aus der Landesliga nicht nur gut fürs Halvestorfer Selbstvertrauen, sondern auch eine gelungene Generalprobe vor dem Saison-Start gegen den SC Rinteln (Sonntag, 15 Uhr), der um den Titel mitspielen will. Mit dem zuletzt überragenden Doppel-Torschütze Matthias Günzel und René Hau hat SSG-Coach Markus Schwarz die wohl beste Doppel-6 der Bezirksliga. Und mit Fabian Moniac wohl auch den besten Keeper, sofern Halvestorfs Nummer 1 in Topform ist. Das war in der vergangenen (Abstiegs-)Saison selten der Fall. Auch die neuformierte Viererkette mit Jannik Schmidt, Jan Bierwirth, Niklas Bleil und Manuel Lehnhoff machte gegen die SG 74 über weite Strecken des Spiels einen sicheren Eindruck und ließ nur wenige Chancen zu. Im Spiel nach vorne gibt es noch Luft nach oben. Auch die Torchancenauswertung muss im Vergleich zur vergangenen Saison wesentlich besser werden. Bitter ist die lange Verletzungspause von Kapitän Josef Selensky, den die Halvestorfer aus den eigenen Reihen nicht gleichwertig ersetzen können.

Prognose: Mit einem Auswärtssieg in Rinteln könnte die SSG Halvestorf zum Saisonstart nicht nur ein Ausrufezeichen setzen, sondern auch den Grundstein zum direkten Wiederaufstieg in die Landesliga legen. Ein Remis ist gegen den SC auf jeden Fall drin, wenn die Tagesform bei Günzel & Co. stimmt.

SpVgg. Bad Pyrmont

Bad Pymonts neuer Spielertrainer Philipp Gasde konnte mit seinem Debüt im Bezirkspokal sehr zufrieden sein. Denn das, was die Spielvereinigung beim 2:0-Heimsieg gegen Tündern gezeigt hat, war vielversprechend. Besonders in der ersten Hälfte war die Gasde-Elf das klar bessere Team, auch nach dem Seitenwechsel war der Bezirksligist spielbestimmend. In der Defensive ließen die Pyrmonter, die bissig in den Zweikämpfen waren, nur wenige Torchancen zu. Und vorne hatten Loges & Co. einige gute Chancen, die allerdings nicht konsequent genug genutzt wurden. Ein weiterer Kritikpunkt war das Abwehrverhalten bei Standardsituationen. Die Fehler in der Defensive bestraften die harmlosen Gegner allerdings nicht.

Prognose: Pyrmont ist im Heimspiel gegen Aufsteiger SV Obernkirchen (Sonntag, 15 Uhr) klarer Favorit. Ein Sieg ist somit Pflicht. Schon ein Remis wäre eine gefühlte Niederlage. Gasde sorgt für frischen Wind und führt den Pyrmonter Traditionsklub in die Top 3.

Germania Hagen

Eine aus Sicht von Coach Dirk Sölla nicht zufriedenstellende Saisonvorbereitung hat bei Germania Hagen schon fast Tradition. Das Bezirkspokal-Aus beim Kreisliga-Aufsteiger TuS Hess. Oldendorf war die logische Konsequenz. Vor allem die Abwehr machte einen alles andere als sattelfesten Eindruck. Und das nutzten Bujamin Kiki & Co. schonungslos aus. Fest steht: Die Sölla-Elf muss sich am Samstag (16 Uhr) beim SV Nienstädt erheblich steigern, denn der Gegner zählt zu den Top-Favoriten auf den Titel.

Prognose: Es wird schwer, in Nienstädt zu punkten, denn Hagen fehlen mit Jan-Hendrik Kleine, Marcel und Marco Heetel, mit dessen Comeback erst im Herbst zu rechnen ist, drei wichtige Spieler. Die Germanen werden sich im Saisonverlauf steigern und auf einen einstelligen Tabellenplatz klettern.

 



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