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Inters Meistercoach eiskalt abserviert

Die Gründe für Reinholds Rätsel-Rauswurf

Für schnelle Trainer-Rauswürfe ist die Pyrmonter Fußball-Szene immer gut. In der Amateur-Oberliga Nord schickte die Spielvereinigung schon 1974 ihren Coach Kurt Koch schon nach vier Spieltagen in die Wüste. Lange Zeit Rauswurf-Rekord in der Kurstadt. Doch jetzt setzte Inter Holzhausen tatsächlich noch mal einen drauf. Hier servierte der Vorstand nach nur zwei Spieltagen Mario Reinhold, den Trainer der Landesliga-Frauen, eiskalt ab.

veröffentlicht am 11.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:25 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Für Reinhold, der die Inter-Damen immerhin mit zwei Aufstiegen in Folge aus der Kreisliga in die Landesliga führte, eine Entscheidung, die für ihn trotz der 1:4- und 0:9-Heimpleiten gegen Hannover 96 und Sebbenhausen-Balge völlig unverständlich ist. „Ich weiß nicht, was der Vorstand für Vorstellungen hat. Es stand schon lange vor dem Landesliga-Aufstieg fest, dass mit meiner Tochter Jennifer und Katrin Suchta wegen ihrer Kreuzbandverletzungen zwei Leistungsträgerinnen lange Zeit ausfallen“, machte der Ex-Trainer noch einmal deutlich. „Ich habe dem Verein schon weit vor der neuen Saison eine Liste mit den Namen von zehn Spielerinnen, die wir als Neuzugänge gut hätten gebrauchen können, in die Hand gedrückt. Und nichts ist passiert“, ärgert sich Reinhold. „Ohne Verstärkungen darf man in der Landesliga auch nicht träumen.“

Reinholds Rauswurf kam auch für die Mannschaft überraschend. Nicht nur für Nathalie Schmiedeskamp: „Im Vorfeld hat es zuletzt zwar immer mal rumort, doch mit einem Trainerwechsel habe ich nicht gerechnet.“

Inters Fußball-Chef Thomas Bertram will es nun als Reinhold-Nachfolger richten. „Das Feuer war eigentlich schon beim Saisonstart erloschen. Bei Mario drehte sich alles nur um seine Tochter. Deshalb lief beim Training auch nicht mehr viel“, warf er seinem Erfolgscoach der vergangenen beiden Jahre vor. „Und im Heimspiel gegen Sebbenhausen kam von ihm überhaupt keine Unterstützung mehr für die Mannschaft.“ Den Klassenerhalt hat Bertram keinesfalls abgehakt: „Aber mit Kampf allein geht es nicht. Die Mannschaft hat einfach zu große taktische Defizite.“ Und dieses Problem will Bertram nun mit den Spielerinnen ganz schnell in den Griff bekommen...

Schon beim ersten Saisonspiel gegen Hannover 96 ließ Holzhausens Fußball- Obmann Thomas Bertram (re.) seinen Trainer Mario Reinhold im Regen stehen.

Foto: aro



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