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Wilhelm, Fritz und Richard Schürmann: Afferder Brüder schon seit Jahrzehnten im Einsatz

Die Gentlemen bitten immer noch zur Kasse

Hameln-Pyrmont. Sie sind drei Brüder und zählen zusammen bereits 234 Jahre – aber ans Aufhören denkt noch keiner von ihnen. Für Wilhelm, Fritz und Richard Schürmann aus Afferde ist ein Leben ohne Fußball unvorstellbar. Ein jeder von ihnen zählt bereits schon zum lebenden Inventar seines Vereins. Fritz bei Eintracht Afferde, Wilhelm und Richard beim FC Preußen Hameln. Ein absolutes Musterbeispiel für ehrenamtliches Engagement. Seit vielen Jahrzehnten bitten die drei Gentlemen nun schon zur Kasse, sitzen an jedem Spieltag in den Häuschen und verkaufen Eintrittskarten. Mal mehr, mal weniger

veröffentlicht am 02.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

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Der Fußball hat das Brüder-Terzett schon begeistert, als sie kaum laufen konnten. Und ihre Leidenschaft hat sie fortan nie wieder losgelassen, obwohl keiner von ihnen als aktiver Spieler jemals groß in Erscheinung getreten ist. Sie waren vielmehr immer Fans, so wie man sie sich eigentlich auch wünscht: Ob in erfolgreichen Zeiten oder in Krisenjahren, sie haben ihren Verein nie im Stich gelassen. Auch dass ihr Herz dabei gleich für zwei heimische Fußball-Klubs schlägt, spielte keine Rolle. Während für Fritz der SV Eintracht Afferde immer über allem stand, engagieren sich Richard und Wilhelm bereits seit den 70er Jahren für 07. Aber Streit hat es deshalb in der gemeinsamen Wohnung in Afferde nie gegeben. Ganz im Gegenteil: Sie haben sich brüderlich geholfen, wenn Not am Mann war. So etwa bei Großveranstaltungen. „Da habe ich selbstverständlich auch bei den Preußen die Karten kontrolliert“, sagt Fritz Schürmann. Der 78-jährige ist seit Jahren der Chef im Afferder Kassenhäuschen ist und wird dabei oftmals auch von Wilhelm unterstützt. Vor gut 50 Jahren kam er schon zur Eintracht. Damals spielte der SV noch an der Hamelner Straße. Einmal nicht mehr am Platz die Eintrittskarten zu verkaufen, kann sich Fritz kaum vorstellen. Der 79-jährige Wilhelm und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Richard sind dagegen überzeugte 07er. „Einmal Preuße, immer Preuße“, stellt Richard Schürmann fest.

„1977 hat uns der damalige Vereinspräsident Heinz Mensing angesprochen, ob wir nicht bei den Oberliga-Spielen die Karten kontrollieren wollen“, erinnert er sich. Sie sagten zu und haben dem Verein und nun auch seinem Nachfolger FC Preußen die Treue gehalten. „Wenn wir Hilfe brauchen wie beim Benze-Cup, genügt ein Anruf, und unsere Schürmänner sind sofort zur Stelle“, freut sich 07-Chef Wolfram Wittkopp. „Wir können uns auf sie hundertprozentig verlassen, und das seit nun schon über 40 Jahren.“ hek



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